Nun füllen die Zuger ihre Heizöltanks

Wer jetzt Heizöl kauft, dem wird angesichts der gefallenen Preise warm ums Herz. Auch Mieter können sich freuen – aber nicht gleich.

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Erwin Stöckli von der Schätzle AG liefert mit dem Tanklastwagen Heizöl in ein Einfamilienhaus in Küssnacht. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Erwin Stöckli von der Schätzle AG liefert mit dem Tanklastwagen Heizöl in ein Einfamilienhaus in Küssnacht. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

«Wir sind im Dauereinsatz – wir arbeiten momentan auch am Samstag», berichtet Beat Berchtold von der Binzegger AG in Zug. Dadurch, dass das Heizöl um 30 bis 40 Prozent gefallen sei, komme man mit den Lieferungen kaum nach. «Die ganze Branche ist ausgelastet. Allerdings muss keiner unserer Kunden frieren», versichert Berchtold. Es sei schon sehr aussergewöhnlich, dass man im Herbst den Brennstoff billiger kaufen könne als im Frühling und im Sommer. Das habe es in den vergangenen fünf, sechs Jahren so nicht mehr gegeben. «Bei uns beträgt der Richtpreis für Heizöl bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern derzeit 105 Franken pro 100 Liter», so der Zuger Heizöllieferant.

Seit der internationalen Finanzkrise sind die Rohölpreise drastisch gepurzelt – wegen einer befürchteten weltweiten Rezession. Davon profitieren nun nicht nur Autofahrer an den Tankstellen, die auch in Zug kaum ihren Augen trauen, wenn sie auf die Preise für den Sprit blicken: 1,95 Franken und weniger etwa für einen Liter Diesel liest sich schliesslich bedeutend freundlicher als die 2,20 Franken für einen Liter Diesel noch vor wenigen Wochen. Auch den Heizöllieferanten und -kunden wirds angesichts der gesunkenen Rohölpreise richtig warm ums Herz.

Rund 1000 Franken sparen
Wobei es laut Franz Schelbert, Verkäufer der Barmettler Brennstoffe und Transporte AG in Küssnacht, aufgrund des Runs aufs Öl im Schnitt rund drei Wochen von der Bestellung bis zur Lieferung dauern könne: «Der Kunde zahlt natürlich den Preis, zu dem er das Heizöl bestellt hat.» Wer seinen Tank momentan befülle, spare bei einer Menge von 3000 Litern rund 1000 Franken – verglichen mit den Spitzenpreisen vor einigen Monaten.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.