OBERÄGERI: Alosen will frisch drauflos

Scheinbar das ganze Dorf ist auf den Beinen, als Legorenvater Herbert Schönmann mit seinen beiden Ehrendamen Leoni Meier und Doris Nussbaumer sowie begleitet von der Guggenmusig Papageno, Tiroler sowie Tambouren durch Alosen schreitet.

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Der Eindruck täuscht nicht. «An der Fasnacht nimmt quasi ganz Alosen teil. 500 Personen leben in Alosen, und zwischen 150 und 200 machen bei der Fasnacht aktiv mit», sagt der Legorenvater.

Die Fasnacht ist umgezogen
Selbstverständlich ist das nicht, zumal die Alösler mit ihrer Fasnacht in der 101. Ausgabe alles anders machen. Während 100 Jahren fand die Fasnacht im unteren Dorfteil an der Strasse auf den Raten statt. Nun wurde sie in den oberen Dorfteil verlegt, was dank der Unterstützung durch das lokale Gewerbe ermöglicht wurde. Hans Nussbaumer vom Elementbau Nussbaumer stellte seine Räumlichkeiten für die Fasnachtseröffnung respektive die darauf folgende Präsentation des Films über die letztjährige Fasnacht sowie das Fest mit Tanz (Musik: Schwyzerörgelifrönde Rast-Wyss) zur Verfügung. In der gegenüberliegenden Autogarage von Josef Meier wurde eine Bar eingerichtet. Ihren eigentlichen Anfang nahm die Fasnacht jedoch mit einem Apéro, an dem Janik Meier und Adrian Schönmann aufspielten.

Die Kontakte pflegen
Die gute Wahl der Räumlichkeiten macht schnell vergessen, dass die Alösler Fasnacht zum ersten Mal seit 100 Jahren nicht mehr im Restaurant Schmidte im Dorf durchgeführt wird. Der Legorenvater und sein gesamter Legorenrat (neben ihm Roman Iten, Marco Meier, Martin Hugener, Rolf Rogenmoser, Marco Iten und Daniel Blattmann) wollen dafür sorgen, dass auch die 101. Fasnacht in neuem Kleid zu einem grossartigen Fest wird. Im Dorf besteht kein Zweifel daran: «Die Alösler Fasnacht ist ein Anlass, der es erlaubt, Kontakte zu pflegen und zu knüpfen», sagt Hans Blattmann, der in Alosen aufwuchs, nun aber in Oberägeri wohnt – und an jeder Alösler Fasnacht teilnimmt. Nach der Schliessung der «Schmidte» sei das umso wichtiger, obwohl am Freitag und Samstag mit der Besenbeiz Bühlhöckli ebenfalls ein Treffpunkt zur Verfügung steht.

In der Zwischenzeit ist der Fasnachtszug bei der Nussbaumer Elementbau angekommen, und Herbert Schönmann erklärt die Fasnacht mit launigen Worten für eröffnet. Dass für die diesjährige Fasnacht grosse Hoffnungen bestehen, macht das Motto deutlich, das von den beiden Ehrendamen im wahrsten Sinne des Wortes enthüllt wurde: «Früsch druflos».

Thomas Wyss/Neue ZZ