OBERÄGERI: Auf dem Dorfplatz lacht der Legor

Mit der «Grindufhänkete» ist die Narrenzeit angebrochen. Das neue Fasnachtsoberhaupt hat seinen ersten Einsatz mit Bravour gemeistert.

Drucken
Teilen
Er hat gut lachen: In Oberägeri herrscht seit Montag Abend wieder der Legor. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Er hat gut lachen: In Oberägeri herrscht seit Montag Abend wieder der Legor. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Kaum sind die Weihnachtsglocken verstummt, kommen in Oberägeri die Fasnächtler aus ihren Startlöchern. Die Legoren wollen traditionsgemäss ganz einfach die Ersten sein, welche die Fasnacht eröffnen und mit diesem Paukenschlag jeweils das Dorf in Legorien verwandeln. Als neues Oberhaupt wurde Michi I. Rogenmoser in Amt und Würden eingesetzt, ein Senkrechtstarter, der nach nur einem Jahr im Legorenrat das höchste Amt als 6. Legorenvater übernahm.

Als 7-Jähriger erstmals dabei, holte er sich das Rüstzeug in verschiedenen Fasnachtsgruppen, um mit 37 Jahren an der Spitze zu landen. «Ich bin stolz auf mein Amt», gab er zu verstehen, als er, nur leicht nervös, dafür ganz smart in Frack und Zylinder und ausgestattet mit Zepter und Plakette zur Eröffnung erschien.

Fackelzug zum Dorfplatz
Nachdem der hohe Legorenrat auf die schönste Zeit des Jahres angestossen hatte, formierte sich der bunte Zug. «F?Aegerer» und «Papagenos», die beiden einheimischen Guggenmusigen, heizten dem zahlreichen Publikum so richtig kakofonisch ein und sorgten für Stimmung.

Umrahmt von den Legorenräten als Fackelträger, wurde der lachende Grind auf dem Handwägeli zum Dorfplatz gefahren, mit Champagner in gute Laune versetzt und sodann inmitten der tanzenden Tirolergruppe in luftige Höhe hinaufgezogen. «Übe deine legorianische Gewalt aus und viel Glück dabei», gab ihm der Legorenvater mit auf den Weg. Und mit einem lauten dreifachen «hoch, hoch, äxtra hoch» übernahm das Symbol die Regentschaft über Legorien.

Spielleiter als Wegbegleiter
Spielleiter Hans Kuoni von Stockach lobte Michi I.: «Er hat seine erste Amtshandlung mit Bravour bestanden.» Nach einem letzten Gruss an den scheidenden Legorenvater Armin I. gab er das Motto für die 174. Legorenfasnacht bekannt.

«Unghüür tüür» soll es heissen, und die ersten, vom Spielleiter in originellen Versen präsentierten Müsterchen und politischen Weisheiten brachten das Publikum immer wieder zum Lachen. Das war allerdings erst ein Vorgeschmack auf mehr, denn für den Güdelzischtig versprachen die Legoren ein Vielfaches davon und machten die Zuschauer so richtig gluschtig.

Elvira Herz