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OBERÄGERI: Das Ägeribad nimmt Gestalt an

Seit Juni wird am Prestigeobjekt gearbeitet. Ein gigantisches Loch entstand auf der ehemaligen Weide. Vor dem Wintereinbruch kann ein positives erstes Fazit gezogen werden.
Carmen Rogenmoser
Der Rohbau des Untergeschosses des künftigen Ägeribads ist schon fast fertig.Bild: Stefan Kaiser (Oberägeri, 14. November 2016)

Der Rohbau des Untergeschosses des künftigen Ägeribads ist schon fast fertig.Bild: Stefan Kaiser (Oberägeri, 14. November 2016)

Ein Loch von rund 5600 Quadratmetern hat sich auf der Wiese bei der ZVB in Oberägeri in den letzten Monaten aufgetan. 20 Arbeiter sind in der Baugrube beschäftigt. Und die waren fleissig: Der Boden des Untergeschosses ist bereits betoniert – trotz des aufgrund der Nähe zum See schwierigen Untergrunds. Zwei Kräne stehen im Dauereinsatz. Erste Wände werden gegossen. Langsam nimmt die grosse Baustelle des Ägeribads Form an. «Wir sind gut vorangekommen. Terminlich wie technisch sind wir auf Kurs», freut sich Pius Meier, Präsident des Verwaltungsrats Ägeribad AG und Gemeindepräsident in Oberägeri. «Dort hinten erkennt man die Form des grossen Schwimmbeckens.» Meier zeigt Richtung See. «Hier vorne wird dann mal die Schnitzelheizung eingebaut», ergänzt er.

Zuvor musste eine stattliche Anzahl Pfähle in den weichen Boden gebohrt werden. Eine Baustelle dieses Ausmasses bringt auch etwas an Belastung mit sich. «Das eine oder andere Telefon haben wir erhalten», gibt Pius Meier zu. Insbesondere die Arbeitseinsätze an Samstagen seien nicht nur auf Verständnis gestossen. «Wir wollten das gute Wetter und den tiefen Seestand nutzen, zudem gab es einen Maschinendefekt», erklärt er. Das hat sich offensichtlich ausgezahlt: Der Rohbau des Untergeschosses soll bis Ende Jahr fertig werden. «Dann kommt es auf den Winter an.» Dieser könnte der geplanten Eröffnung im Sommer 2018 noch einen Strich durch die Rechnung machen. Läuft alles gut, soll im Frühling 2017 die Aufrichte gefeiert werden.

Immer wieder wird Kritik laut

Meier weiss genau, was hier wann passiert. Eine «spannende und schöne» Aufgabe sei das, «aber auch fordernd». Das gilt nicht nur für die bauliche Komponente des Projekts. Immer wieder muss Meier für das Bad kämpfen, es gar verteidigen. Obwohl im Juni 2014 eine grosse Mehrheit für das Ägeribad gestimmt hat. In der Zwischenzeit ist viel passiert. So wird die Finanzierung des 36 Millionen Franken teuren Projekts aufgrund der besseren Konditionen über die Gemeinden Unter- und Oberägeri laufen – statt wie ursprünglich kommuniziert über die AG selbst. Dieser Antrag wurde an den Wintergemeinden 2015 angenommen.

Mit der Priora AG wurde zudem aber ein Generalunternehmen verpflichtet, das aufgrund der Baumängel in der Überbauung Riedmattli in Oberägeri (Ausgabe vom 13. November) keinen guten Ruf geniesst. Meier ist sich der Kritik bewusst. «Auch beim Ägeribad sind wir dem Submissionsgesetz unterworfen», erklärt er unaufgeregt. Gesetzlich gebe es da keinen Spielraum. «Wir haben regelmässige Kontrollsitzungen. Es läuft gut, die Baustelle ist aufgeräumt.» Bis jetzt seien er und seine Ratskollegen mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden.

Für das Gremium geht die Planung auch neben der Baustelle weiter: Das Betriebskonzept wird erarbeitet. Festgelegt werden da unter anderem die Eintrittspreise, aber auch die Benutzung des Bads durch Vereine. Eines ist aber jetzt schon klar: Der Zugang zum See wird dereinst auch ohne Eintritt ins Hallenbad möglich sein.

Carmen Rogenmoser

So soll der geheizte Aussenbereich des Ägeribads aussehen. (Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern)

So soll der geheizte Aussenbereich des Ägeribads aussehen. (Bild: Visualisierung Scheitlin-Syfrig Architekten Luzern)

Das Ägeribad kommt. Wie die Abstimmungen an den Gemeindeversammlungen ausgehen, ist dafür unerheblich. (Bild: Visualisierung PD)

Das Ägeribad kommt. Wie die Abstimmungen an den Gemeindeversammlungen ausgehen, ist dafür unerheblich. (Bild: Visualisierung PD)

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