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OBERÄGERI: Das Sparen hat gefruchtet

Die Gemeinde präsentiert ein Plus in der Rechnung 2016, gerechnet hat sie mit einem Loch von knapp zwei Millionen Franken. Eine Steuererhöhung ist vom Tisch – zumindest vorerst.
Andrea Muff
Der Kanton Luzern muss sparen (Symbolbild Keystone)

Der Kanton Luzern muss sparen (Symbolbild Keystone)

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Die Sparanstrengungen in der Gemeinde Oberägeri haben sich offenbar ausgezahlt: Die Rechnung 2016 schliesst mit einem Mehrertrag von 707 768 Franken. Dies bei einem Aufwand von rund 35,3 Millionen Franken gegenüber einem Ertrag von rund 36 Millionen Franken. Gemeindepräsident und Finanzvorsteher Pius Meier (FDP) sagt: «Wir sind sehr zufrieden, dass wir wieder schwarze Zahlen schreiben können.» Das Plus in den Kassen Oberägeris wird voraussichtlich für zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von 700 000 Franken verwendet und der Restbetrag von 7768 Franken dem freien Kapital zugewiesen.

Ausschlaggebend für den Überschuss waren laut dem Finanzvorsteher zwei Faktoren: Mehreinnahmen und Sparen. «Wir haben beispielsweise im IT-Bereich betriebliche Optimierungen vorgenommen», erklärt er. Die Gemeinde Oberägeri arbeite vermehrt mit dem kantonalen Amt für Informatik und Organisation zusammen. «Zudem wurden Lizenzen und Wartung neu verhandelt, zu besseren Konditionen», führt Pius Meier aus.

Finanzielle Situation hat sich gefestigt

Ist das Sparpotenzial der Gemeinde Oberägeri nun ausgeschöpft? «Momentan ist der Abbau von Dienstleistungen noch gering. Das Ziel des Gemeinderates ist es, bei den Angeboten nicht weiter herunterzufahren», antwortet der Gemeindepräsident. Und er ist überzeugt: «Unsere Situation hat sich konsolidiert.» Die Verwaltung werde weiterhin kostenbewusst geführt: «An unserem Motto ‹Optimum statt Maximum› werden wir festhalten.»

Das Budget 2016 und damit eine Steuererhöhung von 3 Prozentpunkten wurde an der Gemeindeversammlung vom Dezember 2015 abgelehnt. Der Gemeinderat musste nochmals über die Bücher und präsentierte der Bevölkerung im Februar 2016 ein Budget mit knapp 2 Millionen Franken Minus, aber mit gleich bleibendem Steuerfuss von 65 Prozent. Dieses wurde von den Stimmberechtigten genehmigt.

«Das Budget haben wir aus dem Blickwinkel von damals erstellt. Der befürchtete Solidaritätsbeitrag war für uns der Hauptgrund für eine Steuererhöhung», erklärt Pius Meier. Mit der Nichtannahme des Entlastungspaketes durch die Zuger Bevölkerung im vergangenen Herbst fiel der Betrag weg. «Der Solidaritätsbeitrag hätte in etwa den 3 Steuerprozent entsprochen», präzisiert der Gemeindepräsident.

Da sich die Situation in Oberägeri laut Meier gefestigt hat, ist nun auch die Steuererhöhung vom Tisch? «Die Richtlinien für das Budget 2018 und die anschliessende Planungsphase sind bereits gemacht und sehen einen gleich bleibenden Steuerfuss vor», bestätigt der FDP-Politiker.

Auch die Einnahmen haben wieder zugenommen. Insgesamt 25,1 Millionen Franken hat die Gemeinde an Steuern eingenommen, mehrheitlich von natür­lichen Personen. «Wir möchten ein attraktiver Standort bleiben. Natürlich hat ein gleich bleibender Steuerfuss eine Signalwirkung an gute Steuerzahler, aber dass unsere Gemeinde eine hohe Lebensqualität bieten kann, ist für die ganze Bevölkerung wichtig», sagt Pius Meier.

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