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OBERÄGERI: Der Legor kommt ins Dorfzentrum

Die Legorengesellschaft wird sich just zur Fasnachtseröffnung mit einer Skulptur ein Denkmal setzen. Dargestellt wird eine typische Szene aus dem lokalen fasnächtlichen Treiben.
Andrea Muff
Noch kauert Michi I. Rogenmoser auf dem Sockel. (Bild: Maria Schmid (Oberägeri, 28. Dezember 2017))

Noch kauert Michi I. Rogenmoser auf dem Sockel. (Bild: Maria Schmid (Oberägeri, 28. Dezember 2017))

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Noch ziert ein geschmückter Weihnachtsbaum die Rabatte beim Gasthaus zum Rössli in Oberägeri. Gleich neben dem Baum steht ein grauer Beton­sockel, in diesen Tagen noch leer, wenn nicht gerade der Legorenvater Michi I. Rogenmoser für ein Foto posiert. Denn der Sockel steht eigentlich bereit für die «Legoren-Skulptur». Diese wird am 5. Januar nach der traditionellen Grindufhänkete und der Eröffnung der 183. Legorenfasnacht feierlich enthüllt. «Die Skulptur passt bestens dorthin. Auf dem Dorfplatz finden schliesslich die wichtigsten fasnächtlichen Zeremonien statt», erklärt Michi I. Rogenmoser.

Ganze 17 Jahre hat es nun gedauert, bis dem Legor ein gebührendes Denkmal gesetzt wird. Einen Grund für die unübliche Dauer gebe es nicht, sagt Michi I. Rogenmoser. «Die Idee war seit der Einweihung des ‹Legoren-Gässli› immer präsent. Mein Vorgänger, Armin Schönmann, hat auch immer davon geträumt. Nun hat der jetzige Legorenrat die Idee umgesetzt», erklärt Rogenmoser. Oder anders ausgedrückt: «Nach 182 Jahren Legorenfasnacht wird es Zeit für ein Legorendenkmal an der 183. Legorenfasnacht.» Nachdem der Legorenrat beschlossen hatte, eine fasnächtliche Skulptur einzuweihen, wurde ein Organisationskomitee (OK) gebildet, welches nun zwei Jahre an der Umsetzung des Projekts gearbeitet hat.

Eine Szene aus der Oberägerer Fasnacht

Die Skulptur, mit einer Höhe von 2,6 Metern (inklusive Sockel) und einer Breite von 1,4 Metern, wurde von Stephan Schmidlin angefertigt. Der Bildhauer ist auch der Urheber des Logos des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2019 in Zug, das aus dem Holz des ehemaligen Chamer Mammutbaums entstehen wird. «Er wurde uns empfohlen, und als wir mit der Idee zu ihm kamen, hat er uns sofort verstanden», sagt Michi I. Rogenmoser. So habe der Künstler mit Atelier in Cham die Idee aufgenommen und laut Legorenvater «super umgesetzt». Erst wurde die Figur, die eine typische Szene aus der Oberägerer Fasnacht darstellt, gezeichnet, dann aus Knete modelliert und zum Schluss aus Holz geschnitzt. «Wir sind alles Newcomer in Sachen Kunst und waren sehr froh über Stefan Schmidlins Hilfestellungen, die Diskussionen mit ihm und seine Tipps», gibt Rogenmoser zu.

Teures Material

Die Materialwahl sei auf Bronze gefallen, weil es sehr wetterbeständig sei. «Es ist zwar teuer, aber das beste Material für draussen», erklärt der Legorenvater. Wie viel genau die Skulptur gekostet hat, möchte er nicht verraten. «Dank der Unterstützung von privaten Sponsoren, Firmen und Banken, der Einwohner-, Bürger- und Korporationsgemeinde und Stiftungen konnten wir unsere Skulptur finanzieren», sagt Rogenmoser und drückt nochmals seine Dankbarkeit aus. «Mit der Enthüllungsfeier wollen wir auch etwas für das geschenkte Vertrauen zurückgeben.» So habe der Legorenvater echt «Schwein gehabt», dass die Umsetzung des Denkmals in seine Amtszeit fällt: «Es war eine Herausforderung und ist nun eine Genugtuung, dass wir es pünktlich geschafft haben», freut sich Michi I. Rogenmoser. Aber gesehen hat er die fixfertige Skulptur auch noch nicht.

Hinweis

Die Fasnachtseröffnung findet am 5. Januar um 19.45 Uhr auf dem Oberägerer Dorfplatz statt.

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