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OBERÄGERI: Die Rechnung muss aufgehen am Raten-Parkplatz

Mit dem Flickwerk soll es ein Ende haben. Der Korporationsrat will den Ratenparklatz sanieren und anschliessend bewirtschaften. Darüber entscheiden müssen aber zuerst die Korporationsbürger.
Carmen Rogenmoser
Korporationsschreiber Christian Rogenmoser und Korporationspräsident Reto Iten auf dem Raten. (Bild: Maria Schmid (30. März 2017))

Korporationsschreiber Christian Rogenmoser und Korporationspräsident Reto Iten auf dem Raten. (Bild: Maria Schmid (30. März 2017))

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

Wie eine Pilgerstätte mutet der Ratenpass an einem sonnigen Wochenendtag an. Ein Auto nach dem anderen schlängelt sich die Strasse hoch, zwischendrin bewegen sich Töff- und Velofahrer. Der Bus ist rappelvoll. An solchen Tagen wird für das Parkieren auf dem grosse Parkplatz, der bis zu 350 Autos fassen kann, eine Gebühr verlangt. Diese Praxis soll künftig institutionalisiert werden. Der Korporationsrat, Eigentümer des Parkplatzes, will eine dauerhafte Bewirtschaftung einführen. Gelten wird sie an Wochenenden und Feiertagen von 9 bis 17 Uhr. Eine Stunde kann nach wie vor umsonst parkiert werden, für drei Stunden werden 2 Franken verlangt, für vier Stunden 3 Franken, und ein Ticket für den ganzen Tag kostet 5 Franken. Cars und Motorräder können weiterhin gratis abgestellt werden. Vier Parkuhren werden aufgestellt.

Die Gebührenerhebung steht in direktem Zusammenhang mit der dringend notwendigen Sanierung des Platzes. «Der Parkplatz wurde mit Materialien gebaut, die nach heutiger Norm nicht mehr als homogen taxiert werden können», erklärt Korporationsratspräsident Reto Iten den wie ein Flickwerk anmutenden Belag. Vor gut 50 Jahren wurde der Platz gebaut und seither nie mehr grundlegend saniert. «Tausende von Franken haben wir in den letzten Jahren in die Sanierung investiert.» Damit soll Schluss sein. Die gesamte Renovation wird rund 530 000 Franken kosten. «In spätestens 30 Jahren muss der Betrag amortisiert und Kapital für eine erneute Sanierung angehäuft worden sein.» Bei der Gemeinde Oberägeri und bei der Baudirektion des Kantons hat der Korporationsrat um finanzielle Unterstützung gebeten. «Der Raten ist ein Naherholungsgebiet für die gesamte Zuger Bevölkerung», begründet Iten. Doch beide sagten ab. Die halbe Million muss also alleine gestemmt werden. Das hat zur Folge, dass künftig auch Korporationsbürger ihre Parkzeit berappen sollen. Ein Punkt, der bei der Korporationsversammlung am 25. April für Diskussionen sorgen könnte. «Wir haben das Kreditbegehren für die Sanierung und das Betriebsreglement der Parkplatzbewirtschaftung extra in zwei Traktanden unterteilt», erklärt Iten.

Wirt beteiligt sich an den Kosten

Bei der Erarbeitung des Konzepts habe man in den letzten drei Jahren eng mit Iwan Iten, Geschäftsführer des Restaurants Raten, zusammengearbeitet. «Das Restaurant läuft gut, und das soll so bleiben», sagt Reto Iten. Die Gäste sollen durch die Gebühr nicht abgeschreckt werden. «Iwan Iten hat dann vorgeschlagen, dass er jährlich einen grossen Geldbetrag an Parkgebühren leistet.» Im Gegenzug ist das Parkieren unter der Woche gratis.

Gebühren wecken immer auch die Gefahr von Wildparkieren. Der Korporationsrat hat vorgesorgt: «Für die Grundstücke rund um den Ratenparkplatz erwirken wir Parkverbote», so Iten. Wird das Traktandum angenommen, könnten die Arbeiten bereits im Mai beginnen. «Der Platz wird in zwei Etappen saniert, so ist eine Hälfte immer benutzbar.» Die Arbeiten dauern rund vier Wochen. Ende Juni, pünktlich auf die Sommertage, soll der Parkplatz wieder vollständig genutzt werden können.

Hinweis

Die Versammlung der Korporationsgemeinde findet am Dienstag, 25. April, um 20 Uhr in der Aula Maienmatt statt.

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