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OBERÄGERI: Die Zeit der Bootswracks ist abgelaufen

Ein Schandfleck verschwindet: Die Korporation will den Bootstrockenplatz umgestalten. Kaputte und ungepflegte Boote haben dann keinen Platz mehr.
Bilder von kaputten, nicht gegen die Witterung geschützten Booten soll es in Oberägeri künftig nicht mehr geben. (Bild Werner Schelbert)

Bilder von kaputten, nicht gegen die Witterung geschützten Booten soll es in Oberägeri künftig nicht mehr geben. (Bild Werner Schelbert)

Carmen Desax

Pünktlich zum Sommer soll das Oberägerer Seeufer neu erstrahlen. Die Bauarbeiten für die Seeufergestaltung sind optimal verlaufen, und so kann bereits am 14. Mai, einen Monat früher als geplant, die Eröffnung gefeiert werden (siehe Hinweis). Nun zieht auch die Korporation Oberägeri nach: Der Bootstrockenplatz beim Seeufer soll umgestaltet werden. Endlich, denkt sich wohl so mancher Oberägerer. Seit Jahren bot der Platz keinen schönen Anblick mehr: Schiffe rotteten richtiggehend vor sich hin. Sie wurden weder gepflegt, noch waren sie abgedeckt. Bei starkem Regen füllten sich diese gar mit Wasser. «Wir wurden immer wieder darauf angesprochen», gibt auch Reto Iten, Präsident der Korporation Oberägeri, zu. Der Korporation gehört der Bootstrockenplatz, und sie vermietet die Plätze. Wie es so weit kommen konnte, kann sich Iten nicht genau erklären. Er meint: «Die Mieten waren relativ tief, das hat den Bootsbesitzern wohl zu wenig weh getan.»

Seeplatz soll eine Einheit sein

Mit der Umgestaltung habe man warten wollen, bis die Gemeinde die Seeufergestaltung in Angriff nehme, so Iten. Nun soll der mit Unkraut überwachsene Kiesplatz saniert werden. «Wir übernehmen den gleichen Belag wie die Gemeinde bei der Seeufergestaltung. Der Seeplatz soll einheitlich aussehen», erklärt Iten. Zudem soll ein neues Gestell für die Optimisten-Surfbretter des Segelclubs und ein gemeinsames Benzin-Diesellager für die Schifffahrtsgesellschaft, den Segelclub und die Seerettung entstehen. Rund 230 000 Franken wird die Umgestaltung kosten. An der Korporationsgemeindeversammlung vom Dienstag, 26. April, kommt es zur Abstimmung über den Kredit. «Wir passen die Grösse der Abstellplätze den Booten an, diese wurden in den letzten Jahren immer grösser», erklärt Iten weiter. Die Anzahl der Plätze wird dadurch von 150 auf 111 reduziert. «Noch hat es einige wenige freie», sagt der Präsident. Auf der Homepage der Korporation können die restlichen Bootsplätze reserviert werden (www.korporation-oberaegeri.ch).

Kaputte Boote werden entsorgt

«Um die Kosten trotz weniger Plätze decken zu können, müssen wir die Mieten etwas anheben.» Den säumigen Mietern, die ihre Schiffe verlottern liessen, wurde der Vertrag gekündigt. Die kaputten Boote werden entsorgt: «Wir haben die Besitzer darauf aufmerksam gemacht», sagt Präsident Iten. Haben sich diese nicht selber darum gekümmert, hat die Korporation die Entsorgung übernommen. Die Rechnung sei aber natürlich bei den Besitzern gelandet. «Bei den neuen Plätzen wird es Vorrichtungen geben, damit die Boote besser befestigt und abgedeckt werden können.» Ausserdem will man einer erneuten Vernachlässigung mit einer Platzordnung zuvorkommen. «Damit haben wir etwas in der Hand.»

Eigentlich hätte mit den Umbauarbeiten sofort nach der Korporationsgemeindeversammlung begonnen werden sollen. Doch nun kam eine Einsprache dazwischen. «Wir hoffen, sie wird möglichst bald abgewiesen. Es wäre ja nicht schön, wenn der Seeplatz für den Sommer nicht bereit wäre», erklärt Iten.

Eine weitere Baustelle

Den Korporationsrat beschäftigt aber nicht nur die Umgestaltung des Bootsplatzes, auch das Forstwesen kommt an der Versammlung zur Sprache. «Im Jahr 2015 wurden 9779 Kubikmeter Holz geschlagen. Aufgrund der mässigen Nachfrage und der tiefen Holzpreise wurde das erste Mal seit mehreren Jahren weniger als 10 000 Kubikmeter Holz geschlagen», heisst es in der Einladung. «Es ist uns wichtig, dass wir keine Leute entlassen müssen», so der Präsident. Es müssen andere Lösungen her. «Wir sind auf der Suche nach alternativen Einkommen. Dazu gehören etwa Parkholzerarbeiten und Schnitzereien.»

Das ist umso brisanter, als dass die Korporation auch die Sparmassnahmen von Kanton und Gemeinde zu spüren bekommt: «Investitionen, wie beispielsweise die Sanierung des Parkplatzes auf dem Raten, werden aufgeschoben, weil die Gemeinde ihren bereits zugesicherten Beitrag aus dem Budget gestrichen hat.»

Hinweis

Die Korporationsgemeindeversammlung findet am Dienstag, 26. April, um 20 Uhr in der Aula der Maienmatt statt.

Die Eröffnungsfeier für die neue Seeufergestaltung «Teilbereich Seeplatz» ist am Samstag, 14. Mai.

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