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OBERÄGERI: Ein gefährliches Nebeneinander im Ägerisee

Infolge der Neugestaltung des Seeplatzes benutzen Badende die Bootsrampe als Einstieg ins Wasser. Das führt gelegentlich zu brenzligen Situationen.
Raphael Biermayr
Bald soll eine Verbotstafel dafür sorgen, dass Schwimmer hier nicht mehr in den See einsteigen. (Bild Stefan Kaiser)

Bald soll eine Verbotstafel dafür sorgen, dass Schwimmer hier nicht mehr in den See einsteigen. (Bild Stefan Kaiser)

Kürzlich an der Bootsrampe beim Seeplatz in Oberägeri: Während des Auswasserns eines kleinen Motorboots will ein Junge hinter diesem durchtauchen – bei rotierender Schiffsschraube. Das erzählt der Besitzer des besagten Boots, der anonym bleiben will. Er fährt fort: «Im letzten Augenblick hörte der Junge unsere Rufe, es war eine sehr gefährliche Situation.» Und es handelte sich gemäss dem Bootsbesitzer nicht um einen Einzelfall. Denn seit der Umgestaltung des Seeplatzes kommen sich Schwimmer und Boote immer wieder ins Gehege. Zuvor gab es in einiger Entfernung von der Bootsrampe eine Einstiegsmöglichkeit ins Wasser. Der Seeplatz ist von vielen Oberägerern als kurze Abkühlungsmöglichkeit genutzt worden, die nicht die kostenpflichtige Badi besuchen wollten.

Schwimmer sollen in die Badi

Bruno Neuweiler, der Inhaber des Kiosks und Pedaloverleihs «Sunne­schmatz» auf dem Seeplatz bestätigt, dass viele Schwimmer den Weg über die Rampe in den Ägerisee wählen und sich manchmal nah an Booten aufhalten würden. Gefährliche Situationen seien ihm aber keine bekannt. Gleiches gilt für den Gemeinderat, auch ihm seien keine gefährlichen Situationen bekannt, sagt der Oberägerer Sicherheitsvorsteher Peter Staub (CVP). Er erkennt an, dass «die neue Situation einen Nachteil für Schwimmer mit sich bringt, weil es keine Treppe mehr zum Einsteigen gibt».

Fördern will man diesen Platz zum Baden aber nicht. Staub gesteht ein, dass die Gemeinde die Wasserliebhaber in die – jetzt kostenlose – Badi lenken will. Jene besteht derzeit allerdings lediglich aus einem Stück Wiese mit einem Toi-Toi-WC darauf, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Baustelle des Ägeribads liegt. Das Grossprojekt soll im Herbst 2018 fertiggestellt sein, womit dort auch die nächsten beiden Sommer eine ungemütliche Situation für Wassergänger herrschen dürfte.

Gesetz verbietet dort das Baden

Am Seeplatz soll nächstens eine Bade-Verbotstafel bei der Schiffsrampe aufgestellt werden. Der Gemeinderat setzt damit das Gesetz durch: In der Verordnung über die Schifffahrt auf schweizerischen Gewässern heisst es im Artikel 77 nämlich: «Ausserhalb behördlich bewilligter und als solche gekennzeichneter Wasserflächen ist das Baden im Umkreis von 100 Metern um Hafeneinfahrten und Landestellen der Fahrgastschiffe verboten.» Am Seeplatz landet bekanntlich auch das Kursschiff. Legt man die erwähnte Verordnung buchstabengetreu aus, ist das Baden dort also schon seit dem Inkrafttreten besagten Artikels im Jahr 2007 verboten. «Wer dort badet, tut das auf eigene Gefahr», stellt Staub klar.

Eine gute Nachricht gibt es für die Nutzer der künftigen Seebadi: Es wird auch nach der Fertigstellung des Ägeribads kein Eintritt erhoben. «Der Gemeinderat will, dass der Zugang zum See kostenlos möglich ist», sagt Staub.

Raphael Biermayr

Neues Restaurant ab 2017

Studenhütte bier. Der für rund 3,3 Millionen Franken neu gestaltete Seeplatz in Oberägeri soll dem Verweilen an Land dienen. Die Bevölkerung hat sich an einer Gemeindeversammlung für einen Restaurationsbetrieb in der darauf liegenden Studenhütte ausgesprochen. Nach Angaben des Gemeinderats Peter Staub laufen derzeit die Gespräche über die Nutzung der Räumlichkeiten darin. Im Sommer 2017 würde im unteren Teil der Hütte aber ein Restaurant zur Verfügung stehen.

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