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OBERÄGERI: Gemeinde kann Neubau planen

An der gestrigen Gemeindeversammlung stiessen Budget und Finanzplan auf völlige Zustimmung. Ein Baukredit sorgte aber für hitzige Diskussionen und Spannung.
Blick auf die Gemeinde Oberägeri (Symbolbild). (Bild: Stefan Kaiser)

Blick auf die Gemeinde Oberägeri (Symbolbild). (Bild: Stefan Kaiser)

Wohl wegen des garstigen Wetters fanden sich nur gerade 135 Stimmbürger an der gestrigen Budget-Gemeindeversammlung in der Aula Maienmatt ein. Mit ein Grund dürften aber auch die wenig umstrittenen Geschäfte gewesen sein – wie wohl viele dachten.

So wurden denn auch das Protokoll der letzten Versammlung von 12. Juni und das Budget ohne jegliche Diskussion und einstimmig genehmigt. Und auch zur Finanzplanung – die Gemeindepräsident Pius Meier zuvor erläuterte – wollte sich niemand äussern.

Verschiedene Meinungen

Wie erwartet wurde es beim Traktandum um den Planungskredit für den Schulhausneubau an der Hofmatt 4 spannend. Bauchef Andreas Meier nannte den Bau einen «gangbaren Weg» für den Gemeinderat und betonte: «Der zusätzliche Schulraum wird jetzt benötigt und nicht erst in fünf bis sechs Jahren.» Das Bauprojekt befinde sich am Rand der Hofmatt und könne darum optimal ausgenutzt werden. Ratskollege und Schulchef Marcel Günther stellte der Versammlung den Schulraumbedarf der kommenden Jahre vor und sagte: «Der Neubau ist unter den gegebenen Voraussetzungen ideal. Wir können so 900 Quadratmeter Schulraum schaffen. Das Projekt ist ein richtiger und wichtiger Schritt. Von Flickwerk kann keine Rede sein.»

Das Projekt entspringe einer Pflästerlipolitik, konterte der ehemalige Sekundarlehrer Hanspeter Isler. Er forderte: «Es ist der Zeitpunkt, um endlich etwas Richtiges und Eigenes für die Oberstufe zu machen. Ich empfehle Ihnen darum, den Planungskredit für die Planung abzulehnen.» Und auch Philipp Röllin verlangte im Namen des Forums, den Kredit abzulehnen und neue Standorte zu evaluieren und bei der Hofmatt nicht weiter zu verdichten. Eveline Rust doppelte für die CVP nach: «Uns fehlen ein Gesamtprojekt und eine langfristige Planung. Wir empfehlen die Ablehnung des Geschäfts.» Parteikollege Thiemo Hächler sagte: «Weisen wir das Projekt zurück und überbrücken mit Provisorien. Das klappt ja zum Beispiel in Zug und Menzingen tipptopp.» Stefan Zäch, Lehrer und Mitglied des Forums, beschwor die Versammlung noch einmal mit dem Wort «Flickwerk», und Reto Hürlimann war für den Planungskredit: «Für die FDP ist der Neubau ein erster Schritt, den wir machen müssen.» Und alt Kantonsrat Beat Wyss (CVP) warf sich für eine Zustimmung ins Zeug: «Sagen Sie Ja, das ist die beste Lösung, die wir heute Abend haben.»

Nach einem Abstimmungskrimi mit Wiederholung sprach sich die Versammlung mit 74 Ja-Stimmen für den Kredit aus. Dagegen votierten 57 Stimmbürger.

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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