Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBERÄGERI: Hier ist es wie im Märchen

Im Zwüschenbäch wartet eine andere Welt. Mit Freunden kann man getrost ein wenig in die Vergangenheit reisen.
Werner Schelbert
Alois Rogenmoser zeigt im Zwüschenbäch seinen Spezialbrand und erzählt von vergangenen Zeiten. (Bild Werner Schelbert)

Alois Rogenmoser zeigt im Zwüschenbäch seinen Spezialbrand und erzählt von vergangenen Zeiten. (Bild Werner Schelbert)

Werner Schelbert

Bei der Kirche in Oberägeri zweigt eine Strasse zur Rämslistrasse ab. Diese schlängelt sich am Sonnenhang durch Wiesen und Felder vorbei an Bauernhöfen. Die Strasse wird ein bisschen steiler und kommt zu einem Wald. Dabei wird es dunkler und mitten im Wald fühlt man sich plötzlich ganz verlassen. Ein Gefühl, als ob die Welt hier enden würde. Doch bald wird es wieder ganz hell. Auf der linken Seite erscheinen Bauernhäuser mit Blumen vor den Fernstern. Die schmucken Häuser stehen mitten im saftigen Grün.

Freunde treffen

Ich setze mich ins Gras und rieche den frischen Duft der Tannenbäume ringsherum. Mir kommt die Szenerie vor wie im Märchen von «Hänsel und Gretel». Ich befinde mich in einer kleinen Oase der Ruhe mit rundherum Tannen, welche die Sicht ins Tal versperren, aber gerade das macht das Zwüschenbäch so einmalig. Hier treffe ich das «Oberägerer Original» und ehemaligen Präsidenten des Verkehrsvereins, Alois Rogenmoser, der mich mit seinem wuchtigen Vollbart und einem verschmitzten Lächeln begrüsst. Nachdem wir ein paar Worte gewechselt haben, lüftet er das Geheimnis vom Weiler Zwüschenbäch. Er öffnet mit einem lauten knarren die Tür des alten «Heuschobers». Im fahlen Licht und hinter Spinnennetzen verbergen sich wahre Kunstwerke vergangener Zeiten.

Zum Abschied noch einen Kaffee

Damals, als die Bergbauern mit einfachen Werkzeugen die kargen Böden bearbeiten mussten – ohne Maschinen. So sind Sensen, Rechen, Karren und Holzergeräte verstaubt an der Wand aufgehängt, wie in einem Museum, welches hundert Jahre nicht mehr geöffnet wurde. Alois Rogenmoser, der Zwüschenbäch-Chef, hat eine weitere Überraschung bereit. Im Keller seines alten Bauernhauses mit Herdboden und alten Steinmauern sind fein säuberlich Flaschen mit einer hellen Flüssigkeit aufgereiht. Rogenmoser nimmt ohne Worte eine Flasche vom Gestell und entkorkt sie: «Riech mal», sagt er. Das Geheimnis ist gelüftet, es ist ein feiner Branntwein, welchen Rogenmoser veredelt und zu einem feinen Schnaps macht. Natürlich musste ich zum Abschied von meinem Lieblingsplatz Zwüschenbäch in Oberägeri noch einen Kaffee mit «Güggs» geniessen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.