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OBERÄGERI: Jetzt dreht sich erneut alles um die Legoren

Die fünfte Jahreszeit hat gestern Abend mit der Grindufhänkete begonnen. Die Fasnächtler haben heuer noch etwas anderem gespannt entgegengeblickt. Dieses Etwas hat gar das Fasnachtsmotto gestiftet.
Vanessa Varisco
Gestern hat in Oberägeri mit der Grindufhänkete (links) die Fasnacht begonnen. Dabei ist auch die Legorenskulptur enthüllt worden. (Bilder: Stefan Kaiser (5. September 2017):)

Gestern hat in Oberägeri mit der Grindufhänkete (links) die Fasnacht begonnen. Dabei ist auch die Legorenskulptur enthüllt worden. (Bilder: Stefan Kaiser (5. September 2017):)

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

Ein Auftakt mit Pauken und Trompeten – der traditionelle Umzug zur Grindufhänkete in Oberägeri wurde gestern Abend von der Guggenmusig angeführt und bringt die vielen Besucher bereits von Anfang an in ausgelassene Stimmung. Dicht gedrängt stehen sie rund um den Dorfkern, eingepackt in dicke Jacken und feste Winterstiefel und stellen sich neugierig auf die Zehenspitzen, um einen Blick auf das festliche und legorische Treiben zu erhaschen. Die Jüngsten sind bereits fasnächtlich verkleidet als kleine Zwerge, knallgrüne Drachen oder märchenhafte Prinzessinnen und wippen begeistert zur energiegeladenen Musik der einheimischen Guggenmusig mit. «Die Fasnachtseröffnung gehört bei uns Jahr für Jahr fest dazu», erklärt Gill Iten aus Oberägeri.

Neben den Guggenmusigen und ihrem engagierten Spiel dürfen natürlich die Tiroler nicht fehlen. Unermüdlich springen sie leichtfüssig im Kreis und bringen ihre unzähligen kleinen Schellen, die an ihren roten, grünen oder blauen Gewändern hängen, rhythmisch zum Klingen. Mitten unter ihnen schwebt der Legorenkopf schon auf halber Höhe, bereit, eine ganze Fasnachtssaison über dem Dorfkern zu thronen mit seinem breiten Grinsen und der gewitzten Gauklermütze. «Der Legor, das ist unser Symbol, stolz soll er sein Gesicht präsentieren», findet Legorenvater Michi I. Rogenmoser. Er ist von der gesamten Legorengefolgschaft in rot-blauen Gewändern umringt. So wird der grosse Kopf hinaufgezogen und schwebt dann andächtig über dem Dorfkern.

Und gerade weil sich in Oberägeri während der fünften Jahreszeit alles um den Legor dreht, wird dieses Jahr das kunstvolle Legorendenkmal enthüllt, ein Werk von Stefan Schmidlin. Die Bronzefigur, die rund 2,6 Meter gross ist, ragt prächtig über dem Dorfkern empor und bringt den Legor mitten ins Dorfzentrum. «Das Einzigartige an der Fasnacht in Oberägeri ist mit Bestimmtheit der Legor, er ist gewissermassen das Aushängeschild», findet Ladina Iten aus Alosen.

Während die Besucher dicht aneinander stehen, nicht zuletzt wegen der Kälte, heizen die Guggenmusigen noch einmal richtig ein und bieten einen Vorgeschmack auf die lebhafte 183. Legorenfasnachtssaison, die in Oberägeri sicher kräftig gefeiert wird unter dem Motto «Denk Mal» ganz im Zeichen der prächtigen Skulptur. «Besonders die Umzüge in Oberägeri sind toll», meint Lyn Iten aus Oberägeri. Doch nicht nur beim Umzug werden die Besucher auf ihre Kosten kommen. Auch die Bälle und Auftritte der Guggenmusigen halten für Jung und Alt allerlei fasnächtliche Höhepunkte bereit.

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