OBERÄGERI: «Mein Sohn Armin ist ja so gut zu mir»

Immer mehr Männer pflegen Vater oder Mutter in den eigenen vier Wänden. Dank ihres Sohns kann auch die 92-jährige Josefa Meier zu Hause leben.

Stefan Müller
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Josefa Meier kann auf die Hilfe ihres Sohns Armin zählen. Ohne ihn müsste sie ins Heim ziehen. (Bild Christof Borner-Keller)

Josefa Meier kann auf die Hilfe ihres Sohns Armin zählen. Ohne ihn müsste sie ins Heim ziehen. (Bild Christof Borner-Keller)

Vor wenigen Tagen herrschte noch Ausnahmezustand. Das Leben des 56-jährigen Armin Meier aus Oberägeri hing an einem seidenen Faden. Aufgrund einer akuten Blutvergiftung musste er notfallmässig ins Spital eingewiesen werden. Und der eingespielte Alltag von Mutter und Sohn geriet gehörig durcheinander. Jetzt, rund drei Wochen später, sitzt der Sohn mit kurzem modischen Bart wieder quicklebendig neben seiner Mutter. Doch der Schock sitzt bei ihr noch tief. Ohne ihren Sohn ist die 92-jährige Josefa Meier nämlich aufgeschmissen. «Ich müsste ins Heim», ist für die Mutter klar. Armin Meier ist einer von immer mehr Männern, die einen Elternteil zu Hause pflegen. Der Oberägerer erledigt den Haushalt und arbeitet im Garten – oft unter den Blicken seiner Mutter. Diese ist voll des Lobes über ihren Sohn. «Armin ist ja so gut zu mir.»