OBERÄGERI: Total groovy, der Gruftiball

Rot war absolut dominant. Der Gruftiball in der Maienmatt widmete sich ganz dem Fussball. Das Motto «FussballEUro» inspirierte zu kreativen Kostümen und Aktionen.

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Bereits an der Kasse wurden die zahlreichen gesetzteren Jahrgänge von derart gekleideten Herren empfangen und darüber aufgeklärt, dass nur Gruftis Zutritt hätten. Da drängt sich dem erstmaligen Besucher des Balls natürlich die Frage auf, wer denn nun als Grufti gelte. «Ab dem dreissigsten Altersjahr bist du dabei, heuer ist also der Jahrgang 1978 eintrittsberechtigt», erläutert Peter Müller.

Eine bunte Ballschar
Das Konzept findet Anklang. Der Ball am Samstag war der sechste in Folge. Es ist der FC Grufti, der den Service für die fussballverliebten Gäste übernommen hat. Trixis und Flixis, die Maskottchen der Fussballeuro, beherrschen die Szene. Je fortgeschrittener der Abend, umso bunter die Gäste.

Türkische Fussballfans sind extra angereist, auch langberockte Weiber aus einer mittelalterlichen Kultur und gar das Duo Engel Gabriel und Gegenspieler Mephisto gibt sich fussballverliebt. Und damit auch alles schön ordentlich bleibt, sind Platzwarte da - wischen, reinigen und desinfizieren Böden und Türgriffe, was Besen und Lappen hergeben.

Seniorenfreundliche Preise
Es war Müllers Frau Claudia, die vor Jahren die Idee hatte, einen Ball für die älteren Semester zu kreieren. Dazu gehören Bankettbestuhlung und gepflegter Service aus den goldenen Siebziger- und Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts.

Und was den Eintrittspreis betrifft, zahlen Männer oder Frauen dem Jahrgang gemäss - die Achtundsiebziger also sieben Franken achtzig beispielsweise. Das nennt sich wahrlich eine seniorenfreundliche Preisgestaltung.

Klaus Bilang