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OBERÄGERI: «Weisser Rauch stieg nicht auf»

Michael Rogenmoser (37) ist der sechste Legorenvater. Wirklich teuer wird die Fasnacht für ihn zwar nicht - aber für die Gemeinde.
Als Michi I. übernimmt Michael Rogenmoser das Zepter. (Bild pd)

Als Michi I. übernimmt Michael Rogenmoser das Zepter. (Bild pd)

Das Motto der diesjährigen Oberägerer Fasnacht lautet «unghüür tüür». Kommt Ihnen das Amt des Legorenvaters auch teuer zu stehen?
Michael Rogenmoser: Finanzielle Auswirkungen hat die Amtsübernahme für mich nicht. Aber ich investiere einen grossen Teil meiner Freizeit ins Amt.

Aber Ihren Job als Verkaufsberater geben Sie nicht auf?Rogenmoser: Nein, das nicht. Aber mein Amt beim Skiclub. Denn während der Fasnachtszeit arbeite ich, rechnet man die Sitzungen und Verpflichtungen an den Wochenenden dazu, fast 200 Prozent.

Kamen Sie bereits als Fasnächtler zur Welt?Rogenmoser: Das kann man wohl so sagen. Meine Familie war schon sehr fasnächtlich. Umso mehr macht mich die Ernennung zum erst sechsten Legorenvater sehr stolz. Mein Vorgänger fragte mich an – anschliessend wurde die Ernennung intern im Legorenrat abgesegnet.

Das tönt fast wie bei der Wahl des neuen Papstes?Rogenmoser: (lacht) Mit dem Unterschied, dass wir keinen weissen Rauch aufsteigen lassen.

Warum sind genau Sie der Richtige?
Rogenmoser: Ich kenne viele Leute und weiss, was die Oberägerer wollen. Zudem habe ich eine gehörige Portion urchigen Humor.

Welche Ziele verfolgen Sie in Ihrer Amtszeit?Rogenmoser: Ich möchte die Legorenfasnacht weiter traditionell gestalten.

Ist eben die Tradition das Erfolgsrezept der Legorenfasnacht, die als einzige im Kanton seit fast zwei Jahrhunderten stattfindet?
Rogenmoser: Es gelingt uns, die Tradition über Generationen weiterzugeben. An Nachwuchs fehlt es uns nicht.

Oberägeri wächst rasch. Springen die Neuzuzüger auf den Fasnachtswagen auf?
Rogenmoser: Wir versuchen, die neuen Leute zu integrieren. Aber wie viele an unserer Fasnacht wirklich teilnehmen, ist schwer zu sagen.

Ein ungeschriebenes Gesetz besagt, dass erst wenn die Drei Könige kommen, – Fasnacht gefeiert wird. Die «Grindufhänkete» der Legoren findet aber bereits heute Montag statt.
Rogenmoser: Wir wollen eben die Ersten sein. Spass beiseite: Das war nicht immer so, ist jetzt aber sicher ein schönes Markenzeichen von uns.

Noch eine «unghüür tüüre» Frage zum Schluss: Die Gemeinde Oberägeri hat ihr Budget im Bereich der Sicherheit erhöht. Wie wichtig ist das für die Fasnacht?Rogenmoser: Sehr wichtig. Das sind immense Summen, die uns die Gemeinde hier abnimmt. Ohne diese Hilfe hätten wir Mühe, die Kosten zu decken.

Interview Adrian Lustenberger

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