OBERGERICHT: Ein Vater soll Frau und Sohn geschlagen haben

Der Schuss geht für eine Ex-Frau nach hinten los. Sie wird wegen Verleumdung verurteilt – und muss hohe Verfahrenskosten tragen.

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Das Zuger Obergericht. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Das Zuger Obergericht. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Frau wollte in einem heftig geführten Eheschutz- und Scheidungsverfahren eine bessere Position erreichen. Offenbar war ihr dazu jedes Mittel recht, selbst die Vorwürfe an ihren Ex, sie und den damals dreieinhalbjährigen Sohn geschlagen zu haben. Doch nach dem Einzelrichter stellte nun auch das Obergericht unter dem Vorsitz von Felix Ulrich fest, dass die Vorwürfe nicht zutreffen. Dies obwohl die Mutter vor Gericht beteuerte «Ich sage die Wahrheit. Das ist einer der Hauptgründe, weshalb ich aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen bin.»

Die Mutter wurde wegen mehrfacher Verleumdung zu einer bedingten Geldstrafe von 55 Tagessätzen zu 200 Franken (total 11'000 Franken) und einer Busse von 1000 Franken verurteilt. Dazu kommen Verfahrenskosten von knapp 4000 Franken. Die Anwaltskosten des Mannes belaufen sich auf knapp 15'000 Franken. Dazu muss sie die Kosten für ihre Verteidigung berappen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung.