OBERGERICHT: Fusstritte gegen Autotüren nicht bewiesen

Fusstritte gegen zwei Autotüren führten zu 1600 Franken Schaden. Nach dem zweitinstanzlichen Urteil ist die Täterfrage wieder offen.

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Am Abend vom 6. Februar 2006 soll auf dem Pannenstreifen der Autobahn A4a ein 52-jähriger Direktor aus Wut in die Führer- und Beifahrertüre eines andern Automobilisten getreten haben.

Der Zwischenfall ereignete sich in Fahrtrichtung Luzern kurz vor dem Anschluss Baar. Wegen Sachbeschädigung bestrafte der Einzelrichter im letzten August den fehlbaren Lenker zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 790 Franken und einer Busse von 500 Franken. Nun ist die Täterfrage wieder unklar: Während der Direktor stets gleich ausgesagt hatte, verfing sich der Privatkläger in Widersprüche. So sprach er einmal von einem, dann wieder von zwei Haltemanövern, einmal von der Normalspur, dann vom Pannenstreifen und einmal von dazwischen. Es spricht zwar einiges für die Täterschaft des Direktors, dennoch verblieben erhebliche Zweifel. Deshalb wurde er nun nach dem Grundsatz «Im Zweifel für den Beschuldigten» freigesprochen. Die Verfahrenskosten von 4000 Franken werden auf die Staatskasse genommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.