OBERWIL: Baden und Schlemmen – hier geht das

Ein Augenschein hinter die Mauern zeigt es: Das Seebad Trubikon erfreut sich grosser Beliebtheit – nicht nur wegen seines kleinen, familiären Sandstrandes.

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Vor allem im Bereich der Kulinarik ist das Trubikon-Baditeam äusserst kreativ: Fiona Hausherr, Monica Vanoli und Stefan Seeliger tüfteln stets an neuen Rezepten. (Bild: Stefan Kaiser (Oberwil, 3. August 2017))

Vor allem im Bereich der Kulinarik ist das Trubikon-Baditeam äusserst kreativ: Fiona Hausherr, Monica Vanoli und Stefan Seeliger tüfteln stets an neuen Rezepten. (Bild: Stefan Kaiser (Oberwil, 3. August 2017))

Ab in die Badi, sagten sich am heissen Schweizer Nationalfeiertag viele. So reihte sich am frühen Nachmittag auf der Liegewiese schnell Badetuch an Badetuch. Dass das Oberwiler Seebad Trubikon an der Hauptstrasse nach Arth heute nicht mehr wirklich als Geheimtipp gilt, hat unter anderem mit der Gründung des Vereins Seebad Trubikon zu tun.

Im Bereich der Kulinarik hatte das Team um Zeno Hürlimann zwar schon vorher einiges geboten. Als Ende der Saison 2015 jedoch einige Mitglieder aus zeitlichen und beruflichen Gründen aus dem Verein austraten, fand das Team um Hürlimann zu einer neuen Zusammensetzung. Seither versorgt die Zugerin Monica Vanoli nicht mehr nur das Baditeam mit Produkten aus ihrer Pastamanufaktur Pasta Monica, sondern sie verwöhnt auch gleich die Gäste auf der Terrasse des romantischen Badehauses mit eigens kreierten Leckerbissen.

Ihr Werdegang ist eine Erfolgsgeschichte

Die gelernte Köchin ist seit 2016 Mitglied des Vereins und hat massgeblich dazu beigetragen, dass die kleine, schmucke Badi weit über die Kantonsgrenzen hin­aus bekannt wurde. Ihr beruflicher Werdegang ist eine Erfolgsgeschichte: Vor mehr als fünf Jahren hatte die Mutter von drei Kindern die Idee, eigene Pasta herzustellen. Als stolze Inhaberin der Pasta Monica GmbH produziert sie nun in den Räumlichkeiten des Biohofs Zug feinste Ravioli und Pasta, die inzwischen in verschiedenen Käse­läden, Biometzgereien sowie Dorfmolkereien in den Kantonen Zug und Luzern verkauft werden und in mehreren Restaurants auf der Speisekarte stehen. So also auch in der Badi Trubikon.

Als Menü gibt es an diesem Tag gemischten Salat mit Linsen-Kokos-Täschli. Zusätzlich zum Angebot von verschiedenen Grillwürsten und Pasta mit Pesto. Auch für die Zubereitung dieser Speisen werden ausschliesslich frische Produkte aus der Region verwendet, und das Fleisch stammt ebenfalls aus der Biometzgerei. «Wir bieten jeden Tag zusätzlich zur Speisekarte ein Mittagsmenü an», sagt die Pastaproduzentin, während sie in der kleinen Küche zwischen Töpfen und Arbeitsplatten hin und her huscht.

Der Andrang auf der Terrasse ist gross. Grösser als erwartet. Das Menü ist ausverkauft, die sechs Tische sind besetzt, und einige Gäste warten bereits wieder auf einen freien Platz. «Wir wissen im Voraus einfach nie, was auf uns zukommt», sagt Vanoli und fordert für sich und Fiona Hausheer telefonisch Unterstützung an. Da sie über Organisationstalent und ein gut funktionierendes Netzwerk verfügt, ist diese auch schnell da.

Ablösung beim Kochen sei durch den gelernten Koch Stefan Seeliger gewährleistet. «Einer von uns beiden muss einfach da sein», erklärt Vanoli. Weitere Unterstützung erhielten sie und Seeliger von Studenten und Schülern aus Oberwil. Dieses Team leiste Hervorragendes, so der Tenor der Badegäste auf der Terrasse.

 

Daniela Sattler

redaktion@zugerzeitung.ch


Hinweis

Weitere Infos zur Badi gibt’s un­ter www.facebook.com/trubikon.