OBERWIL: «Immer wieder Phasen mit Überbelegung»

Genug Platz, aber bald zu wenig Personal: Der Alltag in der Psychiatrischen Klinik Oberwil ändert sich ständig. Jetzt nach 100 Jahren erst recht.

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Paul Lalli vor der Psychiatrischen Klink Oberwil. (Bild Andrea Schelbert/Neue ZZ)

Paul Lalli vor der Psychiatrischen Klink Oberwil. (Bild Andrea Schelbert/Neue ZZ)

Was bedeuten Ihnen als Klinikdirektor 100 Jahre?
Paul Lalli:
Das ist ein Anlass, den wir festlich begehen wollen. In dieser Zeitspanne ist sehr viel entstanden, es hat sich viel verändert in der Psychiatrie. Das werden wir einerseits in einer Festschrift aufzeigen und andererseits die heutige Psychiatrie über verschiedene Anlässe der Fachwelt und Laien vorstellen.

Die Auslastung der Klinik lag im vergangenen Jahr bei 92 Prozent, im Jahr davor lag sie höher. Verfügen Sie über ausreichend Plätze?
Lalli: Natürlich beinhaltet diese hohe Auslastung immer wieder Notsituationen. Die Quote bezieht sich auf das ganze Jahr. Wir durchlaufen immer wieder Phasen mit Überbelegung, während derer wir tatsächlich Notbetten bereitstellen müssen. Das ist aber in der Regel kein Dauerzustand.

Und wie sieht es mit dem Personal aus?
Lalli: Ich fürchte, dass wir in Zukunft nicht mehr genügend qualifiziertes Personal finden werden. Das wird die Problematik der Zukunft sein. Man stellt jetzt schon fest, dass wesentlich weniger junge Leute den Pflegeberuf ergreifen.

Interview von Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.