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ÖFFENTLICHER VERKEHR: Billettsystem kurzfristig nicht zu vereinfachen

Der Zuger Regierungsrat sieht kurzfristig keine Möglichkeit, das Tarif- und Zonensystem des Tarifverbunds Zug kundenfreundlicher zu machen. Es sei in einen übergeordneten Verbund eingebunden. Die Regierung forciert jedoch Tests für ein neues Ticketingsystem.
Ein Bus der ZVB in Walchwil. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Ein Bus der ZVB in Walchwil. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der Regierungsrat versteht die Fahrgäste, die Mühe bekunden mit dem im Dezember 2012 eingeführten Zonensystem, wie er in seiner am Mittwoch veröffentlichten Antwort auf ein CVP-Postulat schreibt. Der Aufdruck auf den Tickets sei tatsächlich nicht selbsterklärend.

Auf den Billetten sind nur die Nummern der Zonen, die durchfahren werden dürfen, aufgedruckt, nicht aber Informationen zu Abgangs- und Zielorten. Die Postulanten schreiben, das Lösen der Billette sei verunsichernd und überfordere sogar Fachleute. Deshalb solle sich der Regierungsrat dafür einsetzen, dass das System benutzerfreundlicher werde.

Der Übergang vom Ringzonen- zum Flächenzonen-Modell ist gemäss Regierungsrat erfolgt, um die Durchlässigkeit zu den Nachbarverbunden - insbesondere zum Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) - auch für Einzelbillette gewährleisten zu können. Regionale Anpassungen vorzunehmen, wie dies die Postulanten wünschen, sei nicht möglich.

Aber auch mit dem neuen System sei es möglich, an den Billettautomaten Fahrausweise durch die Eingabe der Zieldestination zu lösen, betont der Regierungsrat. Die Reisenden müssten sich also am Automaten nicht um die Nummern der jeweiligen Zonen kümmern.

SBB soll sistiertes Projekt wieder aufnehmen

Es zeige sich aber immer wieder, dass das Lösen eines Billetts heute eine grosse Zugangsbarriere auf dem Weg zum öffentlichen Verkehr darstelle. Die Einführung eines neuen Ticketingsystems brächte laut Regierungsrat eine wesentliche Vereinfachung für die Fahrgäste.

Die Kunden würden dabei während der Fahrt im öffentlichen Verkehrsmittel automatisch registriert, der Preis dann anhand der gefahrenen Strecke im Nachhinein berechnet und dem Kunden in Rechnung gestellt.

Der Kanton Zug habe sich schon vor einiger Zeit als Testregion für ein solches neues Zutrittssystem bei den SBB gemeldet, die das Projekt dann aber sistiert habe. Der Zuger Regierungsrat beschloss jedoch, es weiterzuverfolgen. 2016 sei ein limitierter Testbetrieb denkbar. Bei einem Erfolg könne dann 2017 ein Pilotbetrieb folgen.

Ein Testbetrieb sei allerdings nur vertretbar, wenn sich andere Transportunternehmen beteiligten. Der Zuger Regierungsrat hofft, mit den Vorarbeiten für einen Testbetrieb bei der SBB "einen Innovationsdruck zu erzeugen", um deren sistiertes Projekt wieder in Gang zu bringen.

SBB: Zunächst Tarifsystem vereinheitlichen

Bevor die Branche des öffentlichen Verkehrs die automatisch Erfassung der reisenden angehen kann, müssen laut Sprecher Christian Ginsig die bestehenden IT-Systeme saniert und ausgebaut werden. Das System müsse für den gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz gelten.

Technisch sei das umsetzbar. Garantiert werden muss laut Ginsig, dass das System auf der gesamten Transportkette bombensicher funktioniert. Mit Sensoren ausgerüstet werden müssen Tausende von SBB-Wagen, Bussen, Trams, Schiffe und Seilbahnen. Ob, wann und wie die Vision umgesetzt werde, sei noch unklar.

Zunächst gehe es aber darum, den Wirrwarr von unterschiedlichen Regeln, Tarifen, Zonen und Zuschlägen der Verkehrsbetriebe und Verbunde aufzulösen. Nötig ist nach Ansicht der SBB eine schweizweit einheitliche ÖV-Plattform.
sda)

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