Öffentlicher Verkehr im Aufwärtstrend

Der öffentliche Verkehr im Kanton Zug ist hoch im Kurs: Im Jahr 2010 wurden auf den Bahn- und Buslinien des Regional- und Ortsverkehrs 3,4 Prozent mehr Fahrten registriert als 2009. Die grosse Nachfrage hat auch bereits Folgen auf das Angebot.

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Sicht aus dem Führerstand der Stadtbahn auf die Haltestelle Alpenblick. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Sicht aus dem Führerstand der Stadtbahn auf die Haltestelle Alpenblick. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Bereits ab dem 7. März wird auf der Zuger Stadtbahnlinie S2 von Montag bis Freitag im Morgenverkehr ein zusätzlicher Zug eingesetzt, teilt das Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons Zug mit. Damit soll Kapazitätsengpässen in der Hauptverkehrszeit am Morgen vorgebeugt werden. Der gegenwärtige Frühzug, der Erstfeld um 5.31 Uhr verlässt, wird neu mit einer grösseren Komposition geführt und wird zwischen Arth-Goldau und Zug nur noch in Walchwil anhalten.

Die Bedienung der Stadtbahnhaltestellen zwischen Walchwil und Zug wird neu durch einen zusätzlichen Zug der S2 sichergestellt, der ab Arth-Goldau 10 Minuten vor der Komposition aus Erstfeld verkehrt.

Bahn und Bus legen zu

Gegenüber dem Jahr 2009 haben die Fahrgastfrequenzen auf den Bahn- und Buslinien innerhalb des Kantons um rund 820'000 Fahrten oder um 3,4 Prozent zugenommen; im Vorjahr war ein Wachstum von 2,4 Prozent verzeichnet worden.

Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 25,3 Millionen Fahrten, die die Reisenden mit den Bahnen und Bussen zurückgelegt haben. Zu präzisieren ist, dass in dieser Zahl diejenigen Personen, die innerhalb des Kantons Zug die Fernverkehrszüge der SBB genutzt haben, noch nicht enthalten sind.

Von den 25,3 Millionen Fahrten des Jahres 2010 entfielen 71 Prozent auf die Buslinien und die Zugerbergbahn und die restlichen 29 Prozent auf die Stadtbahn- und S-Bahn-Linien, die innerhalb des Kantons Zug verkehren. Bei den Bahnen hatte die Stadtbahnlinie S1 im Korridor Cham Zug mit einem Plus von knapp 170'000 Fahrten im vergangenen Jahr den höchsten absoluten Zuwachs zu verzeichnen. Bei den Buslinien lag der Korridor Zug-Steinhausen-Cham mit einem Plus von 192'500 Fahrten an der Spitze.

pd/bep