ÖFFENTLICHER VERKEHR: Zuger ÖV-Billete werden etwas teurer

Das Zuger ÖV-Angebot wurde in den letzten Jahren stetig ausgebaut. Der Ausbau führte zu höheren Kosten etwa bei Personal, Treibstoff und Unterhalt. Die wird sich auf die Abos auswirken.

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Pendler am Bahnhof Baar. (Bild Christof Borner-Keller (Neue ZZ)

Pendler am Bahnhof Baar. (Bild Christof Borner-Keller (Neue ZZ)

Der Tarifverbund Zug erhöht die Billettpreise per nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2010 um durchschnittlich 5,2 Prozent. Wie die Zuger Verkehrsbetriebe in einer Medienmitteilung weiter schreiben, haben die Schweizer Transportunternehmen letztmals Ende 2007 die Tarife erhöht. 2009 hätten die Transportunternehmen, aus Rücksicht auf die angespannte Wirtschaftslage, auf die geplante Preiserhöhung verzichtet.

Die Kosten für die zunehmenden Transportleistungen seien jedoch seit 2008 massiv gestiegen. Das wachsende Angebot im Zuger ÖV führte zu zusätzlichen Kosten. Zudem verursachte die aufgelaufene Teuerung und die Beschaffung von neuem Rollmaterial den Transportunternehmen Mehrkosten.

Von 2008 bis 2010 wurde das Fahrplanangebot auf Bahn- und Buslinien innerhalb des Kantons laufend der Nachfrage angepasst. Ende 2008 nahmen die SBB den 15-Minuten-Takt auf der Stadtbahnlinie S1 in Betrieb. 2011 wird das Angebot auf der Linie S2 ausgebaut. Das Busangebot wurde in den letzten Jahren ebenfalls laufend durch zusätzliche Kurse verstärkt.

Um die steigenden Kosten zu decken, sei der Tarifverbund Zug auf mehr Ertrag angewiesen.
Deshalb würden die Billettpreise per Fahrplanwechsel im Dezember 2010 um durchschnittlich 5,2 Prozent erhöht. Mit dieser Erhöhung entspreche der Verbund der nationalen Preisanpassung im direkten Verkehr.

Erhöhungen
Die Tariferhöhung bei Einzelbilletten beträgt 20 Rappen. Das sind durchschnittlich 6,7 Prozent pro Billett. Die Erhöhung des Normalsatzes der Mehrwertsteuer um 0,4 Prozent auf 8,0 Prozent ist, wie bei beim restlichen Sortiment, bereits eingerechnet.

Das persönliche Monatsabo Zuger Pass wird für die Zonen 10/20/30 oder 30/40 um
2 Franken auf 48 Franken (reduzierter Tarif) erhöht. Das persönliche Monatsabo Zuger Pass für alle Zonen wird um 3 Franken auf 92 und auf 65 Franken (reduzierter Tarif) erhöht.

Die Tageskarte (alle Zonen) kostet neu 14 bzw. 7 Franken (reduziert). Die Anpassung beträgt 2 respektive 1 Franken.

Die Erhöhung des Jahresabonnements Zuger Pass Plus beträgt 3,5 Prozent. Die Preise der Abonnemente werden bewusst nicht gleich verteuert wie das restliche Billettsortiment. Diese strategische Entscheidung soll verkaufsfördernd für den Zuger Pass Plus wirken. Der Pass für alle Zonen wird neu 828 statt 801 Franken kosten.

pd/kst/zim