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ÖKIHOF ZUG: Kommissionen stimmen Planungskredit zu – mit Auflagen

Die Planung eines neuen Ökihofs im Norden der Stadt geht in die nächste Runde. Zur Debatte stehen der Projektierungskredit über knapp 1 Million Franken und ein Landtausch. Das Geschäft kommt morgen ins Stadtparlament.
Hier sollen die Zugerinnen und Zuger ab 2020 entsorgen. (Bild: Maria Schmid (Zug, 27. September 2016))

Hier sollen die Zugerinnen und Zuger ab 2020 entsorgen. (Bild: Maria Schmid (Zug, 27. September 2016))

Seit 2010 ist klar: Der Ökihof der Stadt Zug muss umziehen. Denn das Areal beim Güterbahnhof, auf dem er heute betrieben wird, will die Eigentümerin, die SBB, teilweise überbauen. Der Stadtrat will deshalb – nach einer längeren Vorgeschichte – nun ein Grundstück im Göbli erwerben. Dieses gehört den Wasserwerken Zug (WWZ). Genauer ausgedrückt ist ein Landtausch vorgesehen: Für das knapp 19 000 Quadratmeter grosse Grundstück im Göbli bietet die Stadt ein Areal gleicher Grösse, welches an der Grenze zu Baar im Gebiet Fröschenmatt/Schochenmühle in der Landwirtschaftszone liegt. Aufgrund der unterschiedlichen Einzonung und der daraus folgenden Wertedifferenz müsste die Stadt den WWZ zusätzlich 7,8 Millionen Franken überweisen.

Den Mietvertrag mit den SBB konnte die Stadt bis 2020 verlängern. Die Debatte über die Planung eines neuen zentralen Ökihofs im Göbli ist derweil in vollem Gang. Im Nordosten der Stadt sollen, wenn es nach dem Stadtrat geht, auch das Brockenhaus der Frauenzentrale und Dienstleistungen der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug, wie der Bauteilladen, angesiedelt werden.

Bericht moniert «bescheidene Faktenlage»

Heute wird das Geschäft im Grossen Gemeinderat behandelt. In den letzten Wochen haben sich zuerst die Bau- und Planungskommission (BPK) und danach die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Parlaments mit dem Vorhaben befasst. Dabei ging es in einem ersten Schritt um die Genehmigung eines Wettbewerbs- und Projektierungskredits von 940 000 Franken. Die BPK stimmte dem Kredit mit 6 zu 3 Stimmen zu, kritisiert in ihrem Bericht aber die «bescheidene Faktenlage». Das Ja kommt denn auch mit zwei «ausdrücklichen Auflagen»: Erstens sei der BPK das definitive Wettbewerbsprogramm nach dessen Ausarbeitung vorzulegen. Und zweitens dürften die prognostizierten Baukosten von 15,6 Millionen nicht in Stein gemeisselt sein. Für die BPK sind diese Kosten ohnehin «nicht nachvollziehbar», wie sie in ihrem Bericht schreibt. Die Vertreter des Projekts, darunter der Vorsteher des Baudepartements, André Wicki (SVP), entgegneten, detailliertere Angaben seien Teil des abzuwartenden Wettbewerbs. Um überhaupt rechnen zu können, müsse der Projektierungskredit gesprochen werden. Geplant ist ein anonymer Wettbewerb mit einer externen Fachjury. Diese sei schon bestimmt.

Auch die GPK empfiehlt die Bewilligung des Kredits (einstimmig). Die Mehrheit der GPK-Mitglieder sieht eine «ausgewogene und gut durchdachte Lösung».

Der Projektierungskredit kommt am Dienstag gleichzeitig mit dem eingangs erwähnten Landtauschgeschäft ins Parlament.

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

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