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ÖV: Bus soll Ägeri und Menzingen verbinden

Schüler und Pendler, die frühmorgens aus dem Ägerital nach Menzingen reisen, bringen die bestehenden Buslinien zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Die FDP Unterägeri will mit einer Motion für eine direkte Busverbindung Abhilfe schaffen.
Cornelia Bisch
Nicht immer ist es hier so ruhig wie in den Schulferien. Vor allem morgens vor Schulbeginn herrschen an der Station Talacher gewöhnlich chaotische Zustände. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 5. Februar 2018))

Nicht immer ist es hier so ruhig wie in den Schulferien. Vor allem morgens vor Schulbeginn herrschen an der Station Talacher gewöhnlich chaotische Zustände. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 5. Februar 2018))

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

Steigende Schülerzahlen in der Kantonsschule Menzingen sowie eine grössere Bevölkerungsdichte, die mehr Pendler mit sich bringt, belasten das bestehende Netz der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) zwischen dem Ägerital und Menzingen. Die Busfahrt von Unterägeri nach Menzingen mit Umsteigen in der Station Talacher nimmt während der Stosszeiten rund 40 Minuten Zeit in Anspruch.

«Die Anzahl Schüler übersteigt bereits heute die bereitgestellte Buskapazität der ZVB», schreibt die FDP. Die Bushaltestelle Talacher sei in den Hauptverkehrszeiten so stark frequentiert, dass die Fahrgäste morgens oft keinen Platz mehr im Anschlussbus der Linie 2 sowie abends in jenem der Linie 1 finden würden.

Pendler steigen aufs Auto um

«Einige Schüler und Pendler nehmen den Umweg über Zug mit dem Schnellbus in Kauf, um rechtzeitig am Ziel zu sein», berichtet Gabriela Ingold, Präsidentin der FDP-Ortspartei. Berufs­tätige würden sogar vermehrt wieder aufs eigene Fahrzeug umsteigen, weil die Situation unzumutbar geworden sei. «Sie wird sich künftig sogar weiter zuspitzen», ist Ingold überzeugt, «denn die Kantonsschule Menzingen wird weiter ausgebaut. Ausserdem besuchen immer mehr Schüler heute Gymnasien und Mittelschulen.» Laut Auskunft der FDP-Ortspartei rechnet das Rektorat der Kantonsschule Menzingen offenbar mit nahezu einer Verdoppelung der Schülerzahl aus dem Ägerital in den nächsten zehn Jahren.

Eine eigene direkte Buslinie könnte Abhilfe schaffen, findet die FDP Unterägeri, weshalb sie Ende Januar eine entsprechende Motion bei der Gemeinde einreichte. Auch ein Vorstoss auf Kantonsebene wird laut Ingold innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen folgen. Parallel dazu ist die CVP-Ortspartei offenbar dabei, in derselben Sache Unterschriften zu sammeln. «Wir sind offen für eine Zusammenarbeit. Bis jetzt ist jedoch diesbezüglich noch nichts in die Wege geleitet worden», sagt Ingold. Für sie geht es um die Sache. «Je mehr Leute sich dafür einsetzen, umso besser. Es muss etwas passieren.»

Öffentliche Linie oder Schulbus

Die Räte sollen nun mit einer Kosten-Nutzen-Analyse prüfen, ob eine neue Buslinie der ZVB oder ein Schulbus der effizientere Weg wäre. «Letztlich ist es ja egal, wer zuständig ist und wer bezahlt», betont Ingold. «Die Hauptsache ist, dass nun schnell etwas passiert.» Eine Kostenaufteilung zwischen Gemeinden und Kanton wäre aus ihrer Sicht denkbar. «Es muss analysiert werden, wer sich zu welchen Teilen beteiligt.» Welche Lösung – Schul- oder öffentlicher Bus – die FDP vorziehen würde, kann sie so nicht sagen. «Die Lösung sollte kosteneffizient sein, das entspricht durchaus den Werten der FDP. Dem wollen wir uns nicht verwehren», betont sie.

Natürlich wäre eine neue Buslinie grundsätzlich wünschenswert, da sie von der gesamten Bevölkerung genutzt werden könnte, so die Präsidentin. «Wir haben bereits eine sehr gute Busanbindung nach Zug mit den regulären Verbindungen sowie den Schnellbussen. Zu den Stosszeiten fahren alle paar Minuten Busse.»

Transportkonzept in Planung einbeziehen

Gabriela Ingold findet die Gemeinde Menzingen als Standort einer Mittelschule grundsätzlich eine sehr gute Idee. «Auch deren Ausbau befürworte ich. Aber es gehört eben auch dazu, dass man rechtzeitig ein entsprechendes Transportkonzept in die Planung einbezieht.» Dies habe das zuständige Amt für Mittelschulen offensichtlich etwas verschlafen. Denn brisant sei die Situation bereits seit dem Beginn des laufenden Schuljahres, also seit letztem Sommer. «Genial wäre es, wenn bereits auf den Beginn des nächsten Schuljahres eine Lösung gefunden werden könnte.»

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