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ÖV: Ein neuer Ansatz für das Nadelöhr

Nach dem Ja zu Fabi lanciert das Komitee Zimmerberg light seine Idee neu. Sein Argument: Das Projekt ist schneller realisierbar und billiger.
Marco Morosoli
Das Komitee Zimmerberg light will diesen Tunnel durch einen neuen, doppelspurigen ersetzen. (Bild: Werner Schelbert)

Das Komitee Zimmerberg light will diesen Tunnel durch einen neuen, doppelspurigen ersetzen. (Bild: Werner Schelbert)

Wie das Nadelöhr zwischen Thalwil und Zug zum Verschwinden gebracht werden soll, ist noch unklar. Die Stimmbürger haben am 9. Februar mit klarer Mehrheit die Vorlage zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) angenommen. Dort wird beschrieben, wie das Schienennetz ausgebaut und in Stand gehalten wird. Die für die Zentralschweiz wichtige Lückenschliessung zwischen dem linken Zürichseeufer und dem Kanton Zug ist erst für den zweiten Ausbauschritt bis 2030 vorgesehen. Die Planung hingegen ist bereits Bestandteil der ersten Tranche.

Den Engpass schnell beseitigen

Hier sieht das Komitee Zimmerberg light (ZBL) eine Chance, die Kapazität früher zu erhöhen. Der Grund: In der Fabi-Vorlage tauche, so sagt der Co-Präsident der Vereinigung, Martin Stuber, der Name des Zimmerberg-Basistunnels II (Thalwil–Litti) nicht mehr auf. Dies im Gegensatz zu früheren Vorlagen. Im Fokus steht für den Zuger Kantonsrat (Alternative-die Grünen): «Wie kann man möglichst schnell und nachhaltig den Engpass zwischen Zug und Thalwil beseitigen?»

Dabei entdeckt Stuber einen Trumpf, um die von der ZBL favorisierte Variante ins Spiel zu bringen. Er sieht in ihr nur Vorteile: «Zimmerberg light ist nicht nur wesentlich kostengünstiger als der Zimmerberg-Basistunnel bei gleicher Zielerreichung. Der Zimmerberg light lässt sich auch deutlich schneller realisieren, weil er problemlos etappierbar ist.» Auf der Homepage des ZBL ist von Kosten zwischen 500 und 600 Millionen Franken die Rede. In einer Interpellationsantwort hat der Zuger Regierungsrat 2011 eine Kostenberechnung für den Zimmerberg-Basistunnel II (ZBT II) in der Höhe zwischen 1 und 1,4 Milliarden Franken publik gemacht.

Eine andere Sichtweise hat die Exekutive. «Der Zuger Regierungsrat stützt sich auf die nach den für alle anderen Verkehrsinfrastrukturprojekte angewandten Kriterien und das entsprechende Kosten-Nutzen-Verhältnis», sagt der Zuger Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel. Unter Bezugnahme auf diese Werte, so Michel, habe der Bund bis jetzt immer alle anderen Varianten als den ZBT II verworfen. Daraus folgert Michel: «Bis keine neuen Erkenntnisse vorliegen, bevorzugt auch der Regierungsrat diesen Basistunnel.»

Immerhin lässt Michel den Zimmerberg-light-Leuten einen Lichtschein, wenn er sagt: «Die Frage, welche Linienführung schliesslich gewählt wird, ist Sache des Bundes.» Als wichtig erachtet der Kanton, dass «die Bestvariante am Zimmerberg festgelegt» wird. Eine klare Position hat Michel auch zu der von Stuber angeregten Vorfinanzierung durch den Kanton. Im Kantonsratsbeschluss werde dargelegt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um auf diese Gelder zugreifen zu können. Es sei nur möglich, für ein Projekt Gelder vorzuschiessen, das «in den Planungen des Bundes vorgesehen ist». Diese Vorgabe sei nicht erfüllt. Auch der Trumpf der Etappierung sticht für Michel nicht vorbehaltlos: «Zuerst muss die beste Variante mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis gewählt werden; die Etappierbarkeit sagt dazu noch nichts aus.»

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