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ÖV: Neuer Hybridbus im Test auf dem ZVB-Netz

Die Zugerland Verkehrsbetriebe testen während der nächsten 18 Monate im Kanton einen Hybridbus. Sie wollen dabei Erfahrungen für die Zukunft sammeln.
Am Montag war der Hybridbus auf der Strecke der Linie 7 unterwegs. (Bild: Werner Schelbert (Hünenberg, 10. Juli 2017))

Am Montag war der Hybridbus auf der Strecke der Linie 7 unterwegs. (Bild: Werner Schelbert (Hünenberg, 10. Juli 2017))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Auf den Strassen im Kanton fährt seit Montag ein «fremder» Bus. Dieser ist zu Testzwecken unterwegs, wie die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) in einer Mitteilung schreiben. Sie probieren derzeit ein Hybridfahrzeug aus. Es handelt sich dabei um einen angemieteten Gelenkbus der Marke Volvo.

Das Fahrzeug verfügt über einen Elektro- sowie einen Dieselmotor. Bei tiefen Geschwindigkeiten reicht der Elektromotor für den Antrieb aus. Wird mehr Leistung benötigt, schaltet sich der Dieselmotor zu. Gemäss Angaben der ZVB bewährt sich das Parallelhybridsystem bei allen Betriebsarten – das heisst sowohl in der Innenstadt als auch im Zubringer- und Pendlerverkehr. Der Bus fährt auf beinahe dem gesamten Liniennetz der ZVB im Kanton. «Das Fahrzeug eignet sich vor allem für den Stadtverkehr und die Agglomeration», sagt ZVB-Mediensprecherin Kathrin Howald. Weniger geeignet sei der Hybrid-Gelenkbus etwa für Fahrten auf Bergstrecken. Aus diesem Grund werde er auch vorwiegend im Zuger Talgebiet zum Einsatz kommen. Testen wollen die Zugerland Verkehrsbetriebe den neuen Bus während der nächsten 18 Monate.

Rund ein Drittel teurer

Die ZVB sehen im Hybridsystem diverse Vorteile. So seien der Treibstoffverbrauch und der Schadstoffausstoss rund 20 Prozent geringer als bei anderen Fahrzeugen. Ausserdem würden Hybridbusse deutlich weniger Lärm produzieren, da während rund 30 Prozent ihrer Betriebszeit der Dieselmotor abgestellt sei. Der Elektromotor, der auf den kürzeren Strecken zum Einsatz kommt, ist deutlich leiser. Als «einzigen Wermutstropfen» bezeichnen die ZVB die höheren Anschaffungskosten, die bei einem Hybridbus anfallen. Laut Kathrin Howald ist ein solcher rund einen Drittel teurer als die bisherigen Fahrzeuge. Konkret belaufen sich die Kosten für einen Hybriden auf rund 650 000 Franken gegenüber Kosten von rund 450 000 Franken für die anderen Modelle.

Der Testbetrieb der nächsten 18 Monate ist für die ZVB ein Schritt auf «dem Weg zum reinen Batteriebus», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Im Hinblick auf die nächste Ersatzbeschaffung von Gelenkbussen sei es für die ZVB wichtig, die verschiedenen Antriebstechnologien zu prüfen und Erfahrungen zu sammeln. Frühestens ab dem Jahr 2019 kommt die Beschaffung von Hybridbussen für die Verkehrsbetriebe überhaupt in Frage. Denn die Ersatzbeschaffungen bis 2018 sind laut Kathrin Howald bereits vergeben. «Es geht also nun darum zu klären, was wir in der Zeit danach wollen, wenn wir ab 2019 neu ausschreiben.»

Es ist nicht das erste Mal, dass die ZVB ein solches Fahrzeug testen. Bereits 2011 hatten sie eine dreijährige Testreihe mit Hybridbussen durchgeführt. Wie die Verkehrsbetriebe aber festhalten, sei das Fazit dieses Tests «durchzogen» gewesen. Inzwischen habe sich die Antriebstechnologie weiterentwickelt. «Die aktuellen Hybridbusse brauchen bezüglich ihrer Leistung den Vergleich mit Dieselbussen nicht mehr zu scheuen», schreiben die ZVB weiter.

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