ÖV: Wenn der Buschauffeur streikt

Dass einem der Bus vor der Nase wegfährt, haben viele schon erlebt. Dass der Fahrer nicht losfahren will, passiert wohl nicht jeden Tag

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Blick aus einem Bus-Cockpit. (Symbolbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Blick aus einem Bus-Cockpit. (Symbolbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

«Mier wänd häi», beschwert sich die Dame im Bus. Auch andere Fahrgäste werden unruhig. Doch der Chauffeur am Bahnhof in Cham macht fährt nicht los. Grund: Ein Jugendlicher hat ein Papierchen an die Scheibe des Busses geklebt - reisst dieses aber sofort wieder weg, als der Fahrer es bemerkt. Dennoch weigert sich der Fahrer, in die Gänge zu kommen.

Er überlegt, den Kundenberater oder die Polizei zu holen. Der Chauffeur startet den Motor erst, als alle sechs Jugendlichen meuternd den Bus verlassen haben; zehn Minuten verspätet.

«Dass ein Busfahrer streikt, ist eine absolute Ausnahme», erklärt Alex Marty, Gruppenleiter bei den Zugerland Verkehrsbetrieben. Er ist der Meinung, dass der Fahrer die Fahrgäste über sein Vorgehen besser hätte informieren müssen. «Der Fahrer trägt natürlich die volle Verantwortung für seine Passagiere - deren Sicherheit ist oberstes Gebot.»

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom Sonntag, 1. Februar.