Leserbrief

Offener Brief des Bauvorstehers als Replik

«Leserbrief: Unsägliche Zustände», Ausgabe vom 12.Februar

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Hans-Rudolf Iten-Hartmann, Sie beanstanden die bauliche Ausführungsart der Bushaltestelle Zentrum in Fahrtrichtung Oberägeri und weiter die gemeindliche Bearbeitungsweise Ihrer diesbezüglich gemachten Verbesserungsvorschläge. Neben konkreten baulichen Lösungsansätzen regen Sie an, dass der betreffende private Landeigentümer hier entsprechend Hand zu bieten hat.

Im Rahmen der baulich bereits umgesetzten Neukonzeption der Bushaltestellen in unserer Gemeinde wurden bekanntlich – wo immer möglich – die Wartehäuschen den neusten Bedürfnissen punkto Frequenz, Nutzung, Komfort und Erscheinungsbild (Witterungsschutz, Sitzgelegenheit, Veloparkierung, Ticketautomaten etc.) angepasst. Ihre Einschätzung, dass eine witterungsgeschützte Bushaltestelle im Zentrum von Unterägeri – in Fahrtrichtung Oberägeri – erforderlich ist, teilen wir vollumfänglich. Die Platzverhältnisse (Sicherheitsabstände) sowie die denkmalpflegerischen Belange haben an der besagten Stelle die Realisierung einer Haltestelle im herkömmlichen Sinn leider verhindert. Zumindest ein Glasvordach konnte aber seinerzeit – beim sich dort befindlichen Privathaus – beidseitig verlängert werden, um einen geringen Witterungsschutz zu bieten. Weiter hat man eine Sitzbank auf privatem Grund anbringen dürfen. Der von Ihnen angesprochene Eigentümer hat also bereits in verdankenswerter Weise Hand angeboten. Bis vor kurzem wurde diese Station»Zentrum bekanntlich auch mehrheitlich zum Aussteigen genutzt (Pendler aus Richtung Zug). Dass hier neuerdings grössere Gruppen auf den Bus warten, liegt erfreulicherweise daran, dass man sich von dort aus bestens ins gut frequentierte Hallenbad nach Oberägeri verschieben kann.

Dass Sie bis anhin keine Antwort auf Ihre wertvollen Vorschläge erhalten haben, liegt nicht daran, dass sich die gemeindliche Bauabteilung zu wenig, sondern im Gegenteil sehr intensiv mit Ihren Anliegen auseinandergesetzt hat. Dabei wurde die Umsetzung einer angemessenen, zukunftsgerichteten Zentrumsbushaltestelle in die Betrachtung miteinbezogen. Standortmässig ist dabei hinsichtlich Dorfentwicklung allenfalls sogar eine leichte Verschiebung in Richtung Zug angezeigt. Beispielsweise würde sich der Vorbereich der Liegenschaft Dorffrieden, wo Sie ja bekanntlich Stockwerkeigentümer sind, lage-, platz- und sicherheitsmässig geradezu für ein solches Unterfangen anbieten. Aus Ihrem Engagement in dieser Angelegenheit erlauben wir uns abzuleiten, dass Sie uns sicherlich zum gegebenen Zeitpunkt entsprechend unterstützen und als Privateigentümer Hand bieten werden.

Die Bearbeitungsart Ihres Anliegens hat folglich – wie Sie dies im besagten Leserbrief suggerieren – weder mit dem Personalbestand der gemeindlichen Bauabteilung noch mit der Person des Bauchefs resp. des Gemeindepräsidenten zu tun. Wir haben sämtliche Ihre bis heute vorgebrachten Anregungen immer sehr ernst genommen, und wie Sie wissen auch entsprechende Massnahmen getroffen.

Josef Ribary, Bauvorsteher Gemeinde Unterägeri und Marc Lutzmann, Abteilungsleiter Bau