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Offensiv zu harmlos: eine ärgerliche Niederlage für Zug 94

Erstligist Zug 94 verliert gegen Solothurn 0:2. Eine Niederlage, die schmerzte. Denn Punkte wären gegen den Aufstiegskandidaten möglich gewesen.
Michael Wyss
Der Zuger Geoffroy Le Bigonsan (rechts) gegen den Solothurner Fabian Kohler. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 27. April 2019))

Der Zuger Geoffroy Le Bigonsan (rechts) gegen den Solothurner Fabian Kohler. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 27. April 2019))

«In Abstiegsgefahr geraten wir auch nach der heutigen Niederlage nicht, denn mit 30 Punkten ist in unserer Gruppe in der jüngsten Vergangenheit noch kein Team abgestiegen. Doch das 0:2 gegen die Solothurner ist ärgerlich», zeigte sich Zug 94 Präsident Beat Knoblauch (52) nach der zehnten Niederlage im 22. Spiel enttäuscht. Verständlich war sein Ärger, denn die Platzherren von Trainer Ergün Dogru (46) boten dem Gast, der mit Black Stars in der 1. Liga Gruppe 2 an der Tabellenspitze figuriert, lange Zeit die Stirn. Schöne Spielzüge und ein gutes Kombinationsspiel zeigten die Zuger vor heimischer Kulisse, allerdings nur bis zur Strafraumnähe. «Im Abschluss fehlte die letzte Überzeugung. Wir machten den letzten Schritt nicht und waren phasenweise wie gehemmt», hatte Sportchef Dusan Ilic (35) festgestellt.

Tatsächlich zeigten die Zuger zu viel Respekt gegen das Team des früheren Profis Dariusz Skrzypczak (51). Ilic: «Ein Klasseunterschied war lange Zeit nicht auszumachen. Wie schon im Spiel gegen die Black Stars, welches wir 0:1 verloren hatten, standen wir einer Überraschung nahe. Das zeigt, zu was das Team eigentlich fähig wäre. Doch im Endeffekt zählt halt nur das Resultat.» Völlig entgegen dem Spielverlauf, praktisch mit der ersten wirklich gefährlichen Aktion der Gäste, konnte der Aufstiegsaspirant mittels herrlichem Distanzschuss aus rund 25 Metern (unhaltbar für Schlussmann Mario Pastore) durch Fabian Kohler in Führung gehen. Vor dieser Führung war Zug 94 eher spielbestimmend und kam durch gute Angriffe (4.; 13.; 17.; 22. und 26.) gefährlich in Strafraumnähe, jedoch ohne zu reüssieren.

«Das 0:1 war Gift»

Nach dem Seitenwechsel stand der Ausgang der Partie lange Zeit auf Messers Schneide, auch dank einer überragenden Leistung von Zug 94 Torhüter Pastore, dem besten Akteur der Zuger. Er parierte mirakulös (56.; 75.; 89.) und liess sein Team, welches die letzte halbe Stunde in Unterzahl (nach Platzverweis in der 58. Minute durch Mario Perkovic, gelbrote Karte) spielen musste, vom Punktgewinn hoffen. Ilic: «Das 0:1 war Gift, aber auch der Platzverweis hat uns nicht in die Karten gespielt. Trotzdem wäre ein Punkt gegen dieses Solothurn möglich gewesen». Dafür benötigt es Tore. Und die machten die Gäste, die mit dem 2:0 (durch Loïc Chatton) in der Nachspielzeit für die Entscheidung sorgten.

Aktuell bekleiden die Zuger mit 30 Punkten, vier Runden vor Schluss, einen Mittelfeldplatz. Das nächste Spiel bestreitet Zug 94 am Samstag (16 Uhr, Herti Allmend) gegen Buochs. Zum Abschluss warten mit Langenthal (a) und Old Boys (h) zwei Abstiegskandidaten sowie das Spitzenteam Delsberg (a). Dogru: «Wir sind gefordert und müssen gegen Buochs eine Reaktion zeigen.»

Zug 94 – Solothurn 0:2 (0:1)
Hertiallmend. – 150 Zuschauer. – SR Ovcharov. – Tore: 33. Kohler 0:1. 92. Chatton 0:2. – Zug 94: Pastore; Weiss, Paglia, Perkovic, Martino (74. Weiler); Fabbricatore; Shabani (58. Waser), Peter, Mehidic, Burkard; Babic (68. Sejdini). – Solothurn: Bähler; Kohler, Müller, Waylon Grosjean, Du Buisson; Schrittwieser (74. Veronica), Stauffer, Koch (78. Asani), Hunziker; Arifi (66. Osmani), Chatton. – Bemerkung: 58. Platzverweis (Gelb-Rot) Perkovic.

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