Oft bezahlen Firmen die Schulkosten

Grosser Andrang trotz hoher Kosten: Private Schulen boomen - vor allem fremdsprachige. Für die öffentlichen Schulen sei diese Entwicklung kein Prolem.

Drucken
Teilen
Aisha und Daniel besuchen die Luzerner Four-Forest-Schule - die bald nach Cham expandiert. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

Aisha und Daniel besuchen die Luzerner Four-Forest-Schule - die bald nach Cham expandiert. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

Nach der Kantonsschule und dem Gewerblich-Industriellen Bildungszentrum wird die International School of Zug and Luzern zur drittgrössten Schule im Kanton Zug. Die Nachfrage steigt stetig weiter an, auch wenn ein Schuljahr bis zu 32'000 Franken kostet.

Mehr Firmen, mehr Schüler

Diese Kosten werden oft von Firmen übernommen, bei denen die Eltern der Schüler arbeiten. Es ist auch zu einem grossen Teil wegen dieser internationalen Unternehmen, dass die Nachfrage nach englischsprachigen Schulen steigt. «Internationale Schulen sind ein wichtiger Bestandteil der wachsenden internationalen Infrastruktur von Zug. Hält der Zustrom globaler Unternehmen an, wächst auch unsere Schülerzahl», sagt Jeff Snyder, Marketingdirektor der International School of Zug and Luzern.

7 Prozent an Privatschulen

Im Kanton Zug gehen heute 7 Prozent aller Schüler auf eine Privatschule. Dieser Anteil hat sich innert weniger Jahre beinahe verdoppelt. Zum Vergleich: Im Kanton Luzern besuchen nur gerade 2 Prozent der Schüler eine nicht öffentliche Schule. Für Thomas Pfiffner, den Präsidenten des Lehrerverbands Zug, ist diese Entwicklung kein Problem - solange man zu den öffentlichen Schulen genügend Sorge trägt. Er erwartet eine Aufwertung des Lehrerberufs sowie gute Löhne.

Keine staatliche Internationale

Auch die privaten Schulen sehen sich nicht als Konkurrenz zu den öffentlichen Schulen. Gerade deswegen, weil die privaten meistens fremdsprachige Schulen sind. In Zug war auch schon vorgeschlagen worden, eine staatliche internationale Schule zu gründen. Aus dieser Idee ist aber bisher nichts geworden.

Jonathan Furrer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.