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OMBUDSSTELLE: Zuger Ombudsfrau will Juristensprache für Laien verständlich machen

Entscheide von Ämtern sind oft in einer Amtssprache abgefasst, die für Betroffene nicht verständlich ist und zu Missverständnissen führen kann. Die Zuger Ombudsfrau Katharina Landolf fordert deshalb eine Übersetzung der "Juristensprache".
Die Zuger Ombudsfrau Katharina Landolf bei ihrer Arbeit in Zug. (Archivbild Werner Schelbert)

Die Zuger Ombudsfrau Katharina Landolf bei ihrer Arbeit in Zug. (Archivbild Werner Schelbert)

In dem am Dienstag vorgestellten Tätigkeitsbericht 2015 schildert Landolf anhand konkreter Fälle aus dem Sozialversicherungsbereich, wie gross Verwirrung und Verunsicherung bei den Betroffenen sein können. Das Nebeneinander verschiedener Leistungserbringer sowie die formalisierte Sprache in den Verfügungen seien für Laien kaum mehr zu verstehen.

Laut Landolf sind Entscheide häufig sorgfältig und detailliert in schwer verständlichem "Juristendeutsch" abgefasst, um allen Eventualitäten gerecht zu werden. Leider sei damit aber auch die Verständlichkeit für die Adressaten schwieriger geworden.

Die Ombudsstelle leiste zwar gerne Übersetzungsarbeit. Aber, so die Ombudsfrau: "Wir würden es begrüssen, wenn einfach verständliche Merkblätter mitgesandt oder mindestens auf der Website aufgeschaltet würden.".

Auf solchen Merkblättern sollten die rechtlichen Begriffe und das mögliche weitere Vorgehen in der Umgangssprache erklärt werden. Laien wüssten nicht, was mit Erlass und Stundung gemeint sei und was - beispielsweise in Zusammenhang mit Ergänzungsleistungen - "grosse Härte" und "guter Glaube" bedeuten.

Etwas weniger Fälle

Bei der Ombudsstelle Kanton Zug wurden 2015 insgesamt 127 Beschwerden eingereicht, 23 weniger als im Vorjahr. 86 Beschwerden konnten ohne Rücksprache mit der Verwaltung erledigt werden. In 31 Fällen waren Kontakte zu Behörden oder Vermittlungen notwendig.

Am häufigsten betroffen waren wie schon im Vorjahr die Sicherheits-, die Volkswirtschafts- sowie die Innen-Direktion. Das sei darauf zurückzuführen, dass bei diesen Direktionen die Polizei, das Strassenverkehrsamt, die Arbeitslosenkasse, die AHV-Ausgleichskasse und die Invalidenversicherung sowie die KESB geführt werden, schreibt die Ombudsfrau.

Auf Gemeindeebene beschäftigten die Ombudsstelle am häufigsten Fälle aus den Bereichen Sozialhilfe, Bau und Schule. (sda)

Hinweis: Der Tätigkeitsbericht zum Download »

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