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ORTSENTWICKLUNG: Baarer können mitbestimmen

Voraussichtlich im Jahr 2021 soll die Ortsplanungsrevision zur Abstimmung kommen. Bereits jetzt können die Einwohner mitwirken – an einem Workshop und mit einer Online-Umfrage.
Die Gemeinde Baar macht sich Gedanken über die künftige Ortsentwicklung. (Bild: Werner Schelbert)

Die Gemeinde Baar macht sich Gedanken über die künftige Ortsentwicklung. (Bild: Werner Schelbert)

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Der Zonenplan und die Bauordnung der Gemeinde Baar sind in die Jahre gekommen. Die aktuelle Ortsplanung stammt aus dem Jahr 2005 – das Gesetz verlangt, dass sie rund alle 15 Jahre überarbeitet wird. Zeit also für den Gemeinderat, sich Gedanken zur künftigen Entwicklung von Baar zu machen.

In einem ersten Schritt wurde im letzten Sommer eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Involviert sind die beiden Gemeinderäte Paul Langenegger und Pirmin Andermatt sowie unter anderen Vertreter verschiedener Kommissionen und des Gewerbevereins. Nun soll auch die Bevölkerung ins Boot geholt werden: Am kommenden Samstag findet dafür ein Workshop statt, zu dem man sich bis letzte Woche anmelden konnte. Wer nicht am Workshop teilnimmt, kann seine Meinung online kundtun: Die Gemeinde wird ab dem 24. März eine Umfrage aufschalten – mit dem Ziel, auch jüngere Baarerinnen und Baarer für das Thema zu begeistern.

Fünf Themen und je fünf Grundhaltungen

Diskussionsgrundlage bildet das Papier «Baar 5 x 5». Zu den fünf Themen – zukünftige Entwicklung, Bauen mit Qualität, Frei- und Erholungsräume, Mobilität sowie Fokus Kernentwicklung – hat die Arbeitsgruppe je fünf Grundhaltungen formuliert. Nach der ersten Lesung im Gemeinderat sollen diese nun unter Mitwirkung der Bevölkerung unter die Lupe genommen werden.

Urs Spillmann, Abteilungsleiter Planung/Bau und Leiter Siedlungs- und Verkehrsplanung, ist ebenfalls Mitglied der Arbeitsgruppe. «Die fünf mal fünf Grundhaltungen sind keinesfalls in Stein gemeisselt. Hier sind auf jeden Fall noch Anpassungen und/oder Ergänzungen möglich. Genau das ist das Ziel des Workshops und der Umfrage», sagt der Fachmann.

Doch um was geht es konkret bei der Ortsplanungsrevision? Handelt es sich nicht um eine eher trockene Materie, unter der sich viele gar nichts genaues vorstellen können? Urs Spillmann widerspricht: «Die Ortsplanung hat grosse Auswirkungen auf spätere Bauprojekte, Gestaltungs- oder Bebauungspläne. Ausserdem enthält unser Entwurf durchaus auch kontroverse Aussagen.» Als Beispiel nennt der Abteilungsleiter den Satz «Baar wird Stadt und bleibt Dorf». Oder auch die Entwicklung im Dorfzentrum, die seit längerem zu Reden gebe. «Wie wir beispielsweise die Dorfstrasse und das Gewerbe im Zentrum stärken können, dazu gibt es einige konkrete Aussagen.»

Verschiedene Planungen laufen gleichzeitig

Parallel zur Ortsplanungsrevision laufen aktuell in Baar mehrere Planungen. Beispielsweise möchte die Gemeinde zusammen mit den Grundeigentümern und Ladenbesitzern eine Strategie für das Dorfzentrum entwickeln, für das Gebiet Unterfeld Nord wird an der nächsten Gemeindeversammlung eine Teilerevision des Zonenplanes zur Verdichtung vorgelegt. Ausserdem wird im Sinne des kantonalen Richtplanes bald mit einer Verdichtungsstudie gestartet. «Die Ergebnisse aus dieser Studie sollen ebenfalls in die Ortsplanungsrevision einfliessen», erklärt Spillmann.

Ziel ist es, der Gemeindeversammlung im Dezember 2018 einen Kredit für die Ortsplanungsrevision vorzulegen und dabei auch die Organisationsform aufzuzeigen. Später soll es eine Urnenabstimmung über den neuen Zonenplan und die Bauordnung geben. «Dies, weil es sich um einen Entscheid von grosser Tragweite handelt», wie Spillmann ausführt. Er geht davon aus, dass die Ortsplanungsrevision voraussichtlich im Jahr 2021 zur Abstimmung kommt.

Hinweis

Die Online-Umfrage wird ab Samstag, 24. März, während zirka zehn Tagen auf www.baar.ch aufgeschaltet sein.

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