OZON: Die Ozontour besucht Freibäder im Kanton

Selbst im Sommer 2007 mit oft wechselhaftem Wetter wurde in der Stadt Zug der Ozongrenzwert über 90-mal überschritten. Im Auftrag des Amtes für Umweltschutz ist die Ausstellung Ozontour im Sommer 2008 wieder unterwegs.

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Abgase vom motorisierten Verkehr verbinden sich im Sommer mit dem Sauerstoff in der Luft und bilden Ozon. (Bild Keystone)

Abgase vom motorisierten Verkehr verbinden sich im Sommer mit dem Sauerstoff in der Luft und bilden Ozon. (Bild Keystone)

Der Ozongrenzwert liegt bei 120 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In der Stadt Zug lag 2007 der Höchstwert bei rund 187 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, wie es in einer Medienmitteilung des Kantons Zug mitteilt.

Duftbar und Windfahnen basteln
Die Ozontour bietet Ozon-Informationen, auf Ausstellungstafeln werden die wichtigsten Zusammenhänge der Ozonproblematik erklärt. Zudem wird stündlich der aktuelle Ozonwert angezeigt, eine Duftbar mit verschiedenen Düften lädt zum Ratespiel ein und Kinder können bunte Windfahnen basteln.

Bei schönem Sommerwetter startet die Ozontour am Wochenende vom 7./8. Juni im Kanton Zug. Von 12 bis 17 Uhr wird die Ausstellung in folgenden Strandbädern präsent sein: Strandbad Zug, Strandbad Hünenberg, Schwimmbad Lättich Baar, Schwimmbad Rotkreuz, Strandbad Cham und Strandbad Unterägeri. Finanziert werden die Aktionen vom Amt für Umweltschutz des Kantons Zug.

Ozonschicht wird immer dünner
Die Ozonschicht umgibt die Erde in 15 bis 35 Kilometern Höhe. Sie schützt uns vor der Ultraviolett-Strahlung der Sonne. Diese Schutzschicht wird immer
dünner. Ursache sind vom Menschen freigesetzte Gase, hauptsächlich Chlorverbindungen aus der Kältetechnik, der Schaumstoffherstellung, aus Spraydosen oder Lösungsmitteln.

UVA-Strahlen beschleunigen die Hautalterung. Sie sind zudem für Allergien, Hauttumore oder Hautkrebs mitverantwortlich. UVB-Strahlen bräunen die Haut, verursachen Sonnenbrand und erhöhen das Hautkrebsrisiko. UVA- und UVB-Strahlen sind gefährlich für die Augen und schädigen die Pflanzen.

Problematisch für die Gesundheit
Im Sommer bewirkt die intensive Sonneneinstrahlung, dass Abgase – vorwiegend aus dem motorisierten Verkehr – zusammen mit dem Sauerstoff in der Luft Ozon bilden. Ozon ist ein Reizgas: Husten, Kratzen im Hals, Augenbrennen oder Atembeschwerden sind die Folgen.

Besonders gefährdet sind Personen, die sich viel im Freien aufhalten und sich körperlich betätigen, insbesondere Kinder. Sportliche und andere körperliche Anstrengungen sollen auf die Morgen- oder Abendstunden verschoben werden. Ozon schädigt auch Pflanzen, was zu Ernteeinbussen führen kann.

Der Kanton Zug gibt folgende Tipps:

  • Verschieben Sie sportliche und andere körperliche Anstrengungen auf die Morgen- oder Abendstunden.
  • Meiden Sie die Mittagssonne.
  • Tragen Sie Hut, Sonnenbrille und geeignete Kleidung, wenn Sie sich längere Zeit an der Sonne aufhalten.
  • Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor.
  • Benutzen Sie vermehrt die öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Gehen Sie öfters zu Fuss oder verwenden Sie das Fahrrad.
  • Vermeiden Sie unnötige Autofahrten und Flugreisen.
  • Bevorzugen Sie einheimische Produkte, die wenig transportiert wurden.
  • Verwenden Sie lösungsmittelfreie Produkte (Farben, Lacke etc.).

ana