PANAMA PAPERS: Zuger Steuerverwaltung soll Zugang zu Panama Papers erhalten

Der Zuger Regierungsrat soll dafür sorgen, dass die Steuerverwaltung und die Justizbehörden Zugriff auf die Dokumente der «Panama Papers» erhalten. Und dies falls nötig mit Unterstützung des Bundes und in Zusammenarbeit mit anderen Kantonen, fordert die SP-Fraktion in einer Motion.

Merken
Drucken
Teilen
Eingang der kantonalen Steuerverwaltung in Zug. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Eingang der kantonalen Steuerverwaltung in Zug. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Die teilweise veröffentlichten «Panama Papers» hätten ein breites System von «Trusts» und «Briefkastenfirmen» aufgedeckt, das dazu diene, die wahren Besitzenden oder die Begünstigten zu kaschieren.

Solche Konstrukte seien zwar nicht per se illegal, schreibt die SP-Fraktion in dem am Freitag publizierten Vorstoss. Diese könnten jedoch dazu dienen, Steuern zu hinterziehen oder sogar Geld zu waschen.

Ausserdem würden viele in Steuerparadiesen wie Panama domizilierten Briefkastenfirmen von der Schweiz aus verwaltet, heisst es weiter. In diesen Fällen müssten sie in der Schweiz versteuert werden und es gelte das Schweizer Steuerrecht. (sda)