Panik macht Minderjährige zu Hausbesitzern

Eine Volksinitiative lässt Reiche rotieren: In Zug werden Minderjährigen nun Häuser und sogar Aktienkapital vermacht.

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«Solche Fälle von Schenkungen an Minderjährige gab es früher ganz selten», sagt Stadtrat Andreas Bossard, Vorsteher des Departements Soziales, Umwelt und Sicherheit, dem auch das Vormundschaftsamt untersteht. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

«Solche Fälle von Schenkungen an Minderjährige gab es früher ganz selten», sagt Stadtrat Andreas Bossard, Vorsteher des Departements Soziales, Umwelt und Sicherheit, dem auch das Vormundschaftsamt untersteht. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Unter den gutbetuchten Schweizern herrscht Nervosität: Im ganzen Land überschreiben manche von ihnen derzeit Immobilien an ihre Kinder. Grund dafür ist die Erbschaftssteuer-Initiative. Für diese werden zwar noch Unterschriften gesammelt, unruhig macht die Vermögenden aber die Rückwirkungsklausel. Sie verlangt, dass nebst Erbschaften über 2 Millionen Franken auch Schenkungen und Erbvorbezüge ab dem 1. Januar 2012 mit 20 Prozent besteuert werden.

Um die Rückwirkungsklausel zu umgehen, überschreiben viele Wohlhabende derzeit ihre Häuser an den Nachwuchs. Die Notariate werden derzeit regelrecht mit den Überschreibungsbegehren überrannt.

«Solche Fälle von Schenkungen an Minderjährige gab es früher ganz selten», sagt Stadtrat Andreas Bossard, Vorsteher des Departements Soziales, Umwelt und Sicherheit, dem auch das Vormundschaftsamt untersteht. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

«Solche Fälle von Schenkungen an Minderjährige gab es früher ganz selten», sagt Stadtrat Andreas Bossard, Vorsteher des Departements Soziales, Umwelt und Sicherheit, dem auch das Vormundschaftsamt untersteht. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Auch auf den Vormundschaftsämtern nimmt die Arbeit zu, weil gutbetuchte die Vermögenswerte vor der Steuer retten wollen, indem sie diese ihren minderjährigen Kindern schenken. Ganz einfach ist eine solche Schenkung aber nicht. Ein wichtiges Kriterium für die Vormundschaftsbehörde ist, dass die Kinder nicht geschädigt werden können, sagt Stadtrat Andreas Bossard. Also dass sie beispielsweise kein hoch verschuldetes Haus als Geschenk erhalten, welches sie später nicht verkraften können.

Stephanie Hess

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zuger Ausgabe der&nbsp;Zentralschweiz am Sonntag.</em>