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Park-Tower-Raum in der Stadt Zug wird ausgebaut

Trotz anders lautendem Antrag der Geschäftsprüfungskommission sprach sich das Stadtzuger Parlament am 19. März klar für den sofortigen Ausbau des Gemeinschaftsraums im Park Tower aus. Die Bauchefin ist nun aber trotzdem gefordert.
Charly Keiser

Nach der Sitzung des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug (GGR) vom Dienstag, 19. März 2019, ist klar: Die «unendliche Geschichte» um den Gemeinschaftsraum im obersten Geschoss des Park Towers in Zug (siehe Bild unten) hat ein Ende. Denn das Stadtparlament folgte den Argumenten der Geschäftsprüfungskommission (GPK) nicht und wies das Geschäft darum auch nicht an den Stadtrat zurück («Zuger Zeitung» vom 18. März 2019). Und dies überraschend klar mit 24 zu 14 Stimmen.

Der Park Tower in der Stadt Zug, mit 81 Metern das höchste Gebäude des Kantons. (Bild: Stefan Kaiser, 19. Januar 2015)

Der Park Tower in der Stadt Zug, mit 81 Metern das höchste Gebäude des Kantons. (Bild: Stefan Kaiser, 19. Januar 2015)

Zur Vorgeschichte: Der Stadtrat beantragte für den Ausbau des öffentlichen Gesellschaftsraums im Park Tower einen Objektkredit von 457 000 Franken. Die GPK zerzauste diesen Antrag und bemängelte die Budgetierung von zu vielen und zu teuren Vermietungen, den Ausbau – unter anderem mit nur einem WC – und das mangelnde Betriebskonzept. Bevor das Verdikt zum Objektkredit in Angriff genommen wurde, ging es um die seinerzeitige Motion von Eliane Birch­meier (FDP), Gregor Bruhin (SVP), Karen Umbach (FDP) und Hugo Halter (CVP), die verlangte, das Nutzungsrecht des Gesellschaftsraums zurückzugeben und den entsprechenden Bebauungsplan abzuändern. Mangels fehlendem anderen Antrag wurde auf die Vorlage des Stadtrats eingetreten und von der Geschäftskontrolle abgeschrieben.

«Endlich vorwärtsmachen»

Und dann gings zur Sache: Richard Rüegg (CVP) warb im Namen der Bau- und Planungskommission (BPK) für das Vorgehen und den vom Stadtrat beantragten Projektkredit. «Wir möchten nochmals festhalten, dass aus baulicher Sicht mit dem gegebenen Grundriss keine grossen Variantenmöglichkeiten bestehen und somit eine Rückweisung keinen Sinn macht. Auch sollte man nach dieser langen Zeit endlich vorwärtsmachen und einen Schlussstrich ziehen.» In der Folge resümierte Philip C. Bunner als deren Präsident die Meinung der Geschäftsprüfungskommission. «Lassen wir uns Zeit, damit uns der Stadtrat ein neues überarbeitetes Projekt vorlegen kann.» Der Park Tower benötige durchdachte Abläufe, warb auch Benny Elsener (CVP) für eine Rückweisung an den Stadtrat. «Diese fehlen uns. Uns fehlt auch die korrekte Information, dass dieser Gesellschaftsraum, egal wie oft er benutzt wird, defizitär sein wird.» Die CVP erwarte vom Stadtrat ein Konzept, das planerisch und betrieblich funktioniere. Und dies mit einer realistischen Berechnung der Ein- und Ausgaben.

Argumente und Bedenken werden aufgenommen

«Wir können mit beidem leben», machte Bauchefin Eliane Birchmeier deutlich und betonte, dass sie der GPK und deren Argumenten gut zugehört habe. «Wenn Sie den Kredit sprechen, werden wir Ihre Argumente und Bedenken aufnehmen. Sie entscheiden, welchen Weg Sie wählen. Wir stehen dahinter und setzen uns mit aller Kraft für eine bestmögliche Lösung ein.» Der Rückweisungsantrag tauge nichts, legte sich Urs Bertschi (SP) für den Antrag des Stadtrats ins Zeug. Und auch Ignaz Voser (Alternative-CSP) stemmte sich in seinem Votum gegen eine Rückweisung: «Mit dem vorgeschlagenen Kredit lässt sich einiges machen. Auch mit einfachen Gestaltungselementen kann Überzeugendes gelingen.» Für Etienne Schumpf (FDP) verlängert eine Rückweisung nur die lange Leidensgeschichte. Und Parteikollegin Maria Hügin betonte: «Die FDP ist für den Ausbau des Gesellschaftsraums. Doch für was für Anlässe eignet sich der Raum? Es sollte möglichst schnell ein ausgereiftes Nutzungskonzept erstellt werden, das auf die Realität ausgerichtet ist und hält, was er verspricht.» Vergeblich doppelte Brunner nach, dass eine Rückweisung zu einer besseren Lösung führen werde. «Das ist doch das, was wir alle wollen.» Nach der deutlichen Absage zur Rückweisung ging es zur Abstimmung über den Objektkredit. Der Rat sprach sich mit 29 zu 9 Stimmen für den Kredit aus, womit nun der Ausbau des Gemeinschaftsraumes in Angriff genommen werden kann.

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