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Parkplatz-Sperrung beim Brüggli in Zug sorgt für Ärger

Jahrelang hat die Stadt Zug toleriert, dass auf der Wiese an der Chamerstrasse Besucher des Brüggli ihre Autos parkiert haben. Damit ist jetzt unter der Woche Schluss – der Grund sind Reklamationen aus der Bevölkerung.
Rahel Hug
Sind die Parkplätze unten beim Campingplatz besetzt, wird dies mit einer Schranke angezeigt. (Bild: Maria Schmid (Zug, 18. Juli 2018))

Sind die Parkplätze unten beim Campingplatz besetzt, wird dies mit einer Schranke angezeigt. (Bild: Maria Schmid (Zug, 18. Juli 2018))

Das Badewetter liess in letzter Zeit nicht zu wünschen übrig: Im Kanton Zug zieht es Jung und Alt an und ins Wasser. Das Brüggli beim Campingplatz am Chamer Fussweg ist eine beliebte Badestelle. Doch wer mit dem Auto anreist, hat seit dieser Saison unter Umständen ein Problem. Der Parkplatz vor der Zufahrtsstrasse, die unter der Bahnlinie hindurch zum Campingplatz führt, bleibt nämlich neu unter der Woche geschlossen. Für Autofahrer bildete der Parkplatz an der Chamerstrasse 115 eine Ausweichmöglichkeit, wenn die Plätze unten am See besetzt waren.

Mark Ullmer, ehemaliger Campingplatzwart von 1989 bis 2001 und seither Gast im Brüggli, hat kein Verständnis für diese Massnahme. «Es herrscht eine düstere Stimmung auf dem Campingplatz und am öffentlichen Strand», sagt er. Mitarbeiter der Securitas würden, sobald die Plätze unten beim Camping voll seien, Neuankömmlinge wegschicken. Die Einfahrt wird dann jeweils mit der seit längerem bestehenden Schranke «Parkplätze besetzt» geschlossen. Seit der offiziellen Eröffnung der «Aufschütti» im Jahr 1990 sei die Beliebtheit des Naherholungsgebietes stets gestiegen, erklärt Mark Ullmer.

Der Hünenberger ärgert sich: «Es gab nie irgendwelche Probleme wegen des Parkplatzes, und nun diese Sperrung. Was hat die Stadt Zug gegen das Bedürfnis der Leute in deren Freizeit und in den Ferien? Ist dies nur noch ohne Auto möglich?» Autoparkplätze gebe es inzwischen nur noch wenige, stellt Ullmer fest: «Immer mehr Leute benutzen die Parkplätze am See als Park-and-Ride.» Dazu komme, dass letztes Jahr ein Teil der Parkplätze der Badi Zug am Chamer Fussweg aufgelöst und in Veloplätze umgewandelt worden sei. «Auch diese Gäste benutzen die Plätze am Brüggli. Neben den Fahrzeugen der Campinggäste bleiben somit kaum mehr Plätze frei für die Besucher der Aufschütti.»

Der ehemalige Campingbetreiber hat bei der Stadt Zug, der die Parzelle an der Chamerstrasse gehört, angeklopft und wollte wissen, weshalb die obere Wiese werktags nicht mehr als Parkplatz verfügbar ist. «Man hat auf ein Reglement aus dem Jahr 1989 verwiesen, das nun umgesetzt werde. Weitere Gründe hat mir der zuständige Mitarbeiter nicht genannt.»

Stadtratsbeschluss von 1989 wird umgesetzt

Seitens der Stadt Zug nimmt Daniel Stadlin, Departementssekretär Soziales, Umwelt, Sicherheit, Stellung. «Beim ‹Parkplatz› an der Chamerstrasse handelt es sich nicht um einen Parkplatz, sondern um eine Wiesenparzelle im Eigentum der Stadt Zug.» Diese Wiese werde gestützt auf einen Stadtratsbeschluss vom 18. April 1989 an Wochenenden während der Badesaison bei Bedarf zum Parkieren freigegeben. «In den vergangenen Jahren wurde dieser Beschluss weniger restriktiv überprüft und es wurde durch die Stadt toleriert, dass die Wiese während der Badesaison permanent als Parkplatz zur Verfügung gestellt wurde», führt Stadlin aus. «Dabei parkten auch Personen, die gar nicht wegen der Aktivitäten beim Brüggli gekommen waren, sondern ihre Fahrzeuge dauerhaft gratis auf der Wiese abstellten.»

Ein Umstand, der bei der Bevölkerung nicht gut ankam. «Es gab wiederholt Reklamationen», so Stadlin. Der Vollzug des ursprünglichen Beschlusses sei gefordert worden. «Aus diesem Grund hat die Stadt ab Beginn der diesjährigen Badesaison den erwähnten Stadtratsbeschluss wieder umgesetzt.» Das Angebot an Parkplätzen beim Brüggli – auch mit der temporären Parkierung auf der Wiese – sei sehr beschränkt, räumt der Departementssekretär ein, sagt aber: «Viele Besucher kennen diese Situation und reagieren entsprechend. Sie reisen mit dem öffentlichen Verkehr oder mit dem Velo an oder sie benützen die öffentlichen Parkplätze in der weiteren Umgebung.» Auf die Frage, zu welchen Zeiten man die Securitas aufgeboten habe, sagt Daniel Stadlin: «Die Securitas war vor den Sommerferien jeweils an den Wochenenden präsent und wird dies noch bis zum Ende der Badesaison am 16. September tun.» Zudem sei sie am 4. Juli und während der ersten Sommerferienwoche vor Ort gewesen.

Was die Camping-Betreiber von der Massnahme der Stadt halten, ist nicht bekannt. Angelo Notter vom TCS-Campingplatz wollte sich auf Anfrage nicht zum Thema äussern.

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