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PARLAMENT: Mängel in Zug elektronisch melden

Zwei GLP-Gemeinderäte regen an, in der Stadt Zug eine elektronische Mängelmeldung- und Liste einzuführen. Vorbild ist Zürich, das bereits seit Jahren Erfolg damit hat.
Charly Keiser
Auf der Webseite www.zueriwieneu.ch sind die Meldungen über Schäden und Littering aufgelistet. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 2. März 2018))

Auf der Webseite www.zueriwieneu.ch sind die Meldungen über Schäden und Littering aufgelistet. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 2. März 2018))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

«Strassenlampe defekt, Möbelteile auf dem Trottoir, Lift defekt, Druckschalter der Ampel am Fussgängerstreifen defekt. Ampel schaltet alle paar Minuten um.» Solche und ähnliche Schäden an der Infrastruktur von Zürich können deren Einwohner auf der Webseite www.zueriwieneu.ch oder mittels einer App auf dem Smartphone melden. Die Beanstandungen werden an die zuständigen Stellen weitergeleitet und auf dem Internet entsprechend vermerkt.

«Der Stadtrat wird gebeten, die Einführung eines digitalen Mängelmelders – ähnlich der erfolgreichen ‹Züri wie neu›-App – in der Stadt Zug zu prüfen.» Dies verlangen die beiden Grünliberalen Stefan Huber und David Meyer in einem Postulat. Dieses wird am 20. März im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) bekannt gegeben und gleichzeitig zur Überweisung traktandiert.

Synergien prüfen

Der Stadtrat soll ausserdem mögliche Synergien mit bestehenden Systemen prüfen. Die beiden GLP-Vertreter führen als Beispiele die digitale Identität und das E-Government an, die «hinsichtlich des direkten Bürgerkontaktes im Rahmen einer solchen App zu prüfen» seien.

Zürich hat im März 2013 als erste Schweizer Stadt einen digitalen Mängelmelder lanciert, begründen die beiden Parlamentarier. Zürcherinnen und Zürcher könnten somit nun seit fast fünf Jahren mit der App «Züri wie neu» oder auf der besagten Internetseite Littering oder Mängel der öffentlichen Infrastruktur bequem per Appmelden. «Die Meldungen inklusive Standortdaten werden direkt an die Stadtverwaltung übermittelt und können dort innerhalb von kurzer Zeit bearbeitet und angegangen werden», heisst es im Vorstoss weiter: «Mehr als 10000 bearbeitete Meldungen und ein halbes Jahrzehnt Erfahrung in der Stadt Zürich haben gezeigt, dass das System, das Engagement, die Transparenz und Identifikation mit der Stadt fördert. Es wird rege genutzt und vor allem, es funktioniert.»Die damalige Innovation sei auch Jahre später noch ein voller Erfolg, betonen Huber und Meyer: «Sowohl Bevölkerung als auch Stadt schätzen das transparente und kosteneffiziente System sehr. Die Möglichkeit zur direkten Mängelmeldung ist in Zürich kaum mehr wegzudenken und auch Luzern wird in naher Zukunft ein ähnliches System umsetzen.»

«Zug ist bereit für neue Wege»

Die Stadt Zug sehe sich als Vorreiter und Hochburg im Bereich der digitalen Technologien und auch ihr seien die Probleme rund um die Infrastruktur und das Littering in der Öffentlichkeit bestens bekannt, schreiben die Postulanten. «Zug ist bereit für neue Wege. Die Stadt kann heute von den durchwegs positiven Erfahrungen in Zürich profitieren und demonstrieren, dass Zug die digitale Zukunft noch besser als anderswo kann.»

Er wolle dem Entscheid des Stadtrats nicht vorgreifen, sagt Stadtpräsident Dolfi Müller: «Ich finde diese Idee des schnellen und unbürokratischen Weges gut. Andererseits: Je kleiner eine Stadt ist, desto kürzer sind die Wege. Das ist in Zug der Fall und darum stellt sich die Frage, ob so eine Mängelmeldung für uns tatsächlich nützlich wäre?.»

Vergleicht man die Karte der Stadt Zürich, mit der des Kanton Zug, kommt unweigerlich der Gedanke: Ist die Idee einer elektronischen Mängelliste nicht ein Steilpass für den Kanton?

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