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PARTEIEN: Flexibilität ist wichtiger

Der Job ist für den Enscheid, sich politisch zu engagieren, ein zentrales Thema. Das merken die Zuger Parteipräsidenten besonders jetzt während der Kandidatensuche. «Die Frage nach dem Aufwand, den ein Amt bringt, kommt schnell. Dann wird die Rechnung gemacht, ob es mit dem Job vereinbar ist oder nicht», sagt CVP-Präsident Pirmin Frei. Er stellt fest – auch in seiner Kantonsratsfraktion: Wer angestellt ist, hat weniger Möglichkeiten als Selbstständige.

Ähnlich sieht es bei der FDP aus. «Wir haben mehrere Mitglieder, die im oberen oder im mittleren Kader angestellt sind. Nicht vertreten sind Personen aus internationalen Konzernen», sagt Präsident Andreas Hostettler. Für ihn ist klar: «Als Kantonsrat ist es wichtig, dass man Chef über seine Agenda ist. Das ist in Grosskonzernen schwieriger.»

Flexibilität und Verständnis des Arbeitgebers sind auch für SP-Präsidentin Barbara Gysel mindestens so zentral wie die Möglichkeit, Arbeitszeit für ein Amt einzusetzen. «Es geht zusätzlich darum, dass man sich öffentlich exponiert. Das wollen viele nicht, weil die Akzeptanz nicht gegeben ist.» Vor allem in den Polparteien merke man das.

Eine klare Haltung zum Einsatz von Arbeitszeit für ein politisches Amt hat SVP-Präsident Thomas Aeschi. «Ich erwarte nicht, dass die Zeit vergütet wird, sonst werden politisch aktive Angestellte unattraktiver.» Er erlebe den privaten Sektor in Zug politikfreundlich. «Das Problem sind immer mehr Sitzungen aufgrund des Regulierungseifers in Bern.»

Anders sieht das Andreas Lustenberger, Präsident der Alternative-die Grünen. Seiner Erfahrung nach sind viele Arbeitgeber zwar kulant, was den Tag der Kantonsratssitzung angeht. Aber es gebe mehr zu tun. «Für ein Amt müsste man gewisse Zeitfenster vom Arbeitgeber erhalten. Immerhin gründet das Schweizer System auf Milizpolitikern.» (st)

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