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Pastoralraum Zug Walchwil entdeckt Weihnachten neu

Der Pastoralraum Zug Walchwil fand eine Möglichkeit, das Fest kreativ zu feiern.

Für den Pastoralraum Zug Walchwil: Gaby Wiss
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Eine der Gruppen, die am 24. Dezember dem Stern folgten.

Eine der Gruppen, die am 24. Dezember dem Stern folgten.

Bild: Nicoletta Balint/PD

Selten waren die Möglichkeiten, Advent und Weihnachten zu feiern, so vielfältig wie im letzten Jahr. In den Pfarreien des Pastoralraums Zug Walchwil nutzten zahlreiche Kinder und Erwachsene dankbar die verschiedenen Angebote. Kleinkinder lauschten gebannt der kurzen Weihnachtsgeschichte in Gut Hirt.

Die grösseren Kinder erlebten die Weihnachtsgeschichte an verschiedenen Stationen zwischen St.Oswald und St.Michael mit einem interaktiven Krippenspiel. In der Pfarrei Bruder Klaus waren viele Familien den Impulsen der Adventskerze 2020 gefolgt und feierten als Pfarreigemeinschaft in einer besonders weihnachtlich geschmückten Kirche. In Walchwil sang der Kirchenchor das zuvor eingespielte «Stille Nacht» fünfstimmig und schaffte eine zauberhafte Atmosphäre. Und in St.Johannes Zug nutzten vor allem Familien (vom Baby bis zur 85-Jährigen) die Möglichkeit, zeitunabhängig in das Geheimnis von Weihnachten einzutauchen. Stellvertretend für alle eine Rückmeldung: «Wir möchten dem St.-Johannes-Team für diese gute Idee ein Kompliment aussprechen. Diese Ruhe bewegt uns.»

Unter dem Schutz von Maria und Josef

Eindrücklich die Gedanken, die sich Kinder der vierten Klassen zur Weihnachtsgeschichte machten, so zum Beispiel: «Maria und Josef, passt gut auf euch auf, die Menschen sind nicht so nett zu Fremden. Sie werden euch wegjagen, ihr seht nicht so aus, als ob ihr viel Geld hättet.» Oder: «Es ist doch immer dasselbe: Auch damals gab es arme Leute, die flüchten mussten. Und heute gibt es diese immer noch.» Oder: «Halten wir an Weihnachten den Platz in unseren Herzen frei für Menschen, denen es nicht so gut geht.» Erstmals wurden die Weihnachtsgottesdienste von St.Michael nach St.Oswald und im Internet nach Hause übertragen. Bereits am Mittwoch waren sämtliche 50 Plätze im Mitternachtsgottesdienst reserviert gewesen. «So konnte es auch für mich Weihnachten werden», sagte eine ältere Frau aus, die den Gottesdienst am Bildschirm mitverfolgte. Oder ein Ehepaar, das den Gottesdienst in St.Oswald mitfeierte, dankte für die schönen Worte: «In dieser schwierigen Zeit ist der Balsam auf unsere Seele. Danke vielmal.»

Neue digitale Medien erweitern die beschränkte Reichweite. Die zeitliche Unabhängigkeit vieler Angebote entspricht dem aktuellen Zeitgeist. Der Kern der Weihnachtsbotschaft aber ist geblieben. Gott kommt in die Welt und geht mit den Menschen durchs Leben. Es war damals wie heute keine heile Welt. Weihnachten ist und bleibt ein Hoffnungszeichen: Wir sind nicht allein – gemeinsam können wir schwierige Zeiten meistern.