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Nach Produktionsschliessung bei Pavatex: Zwischennutzungen kämen in Frage

Nach der Ankündigung der Pavatex, ihr Werk an der Knonauerstrasse schliessen zu wollen, stellt sich die Frage nach der Zukunft des Areals. Laut der Landbesitzerin Cham Group AG ist eine Umnutzung erst längerfristig ein Thema.
Rahel Hug
Das Pavatex-Areal in Cham. (Bild: Stefan Kaiser, 1. Mai 2014)

Das Pavatex-Areal in Cham. (Bild: Stefan Kaiser, 1. Mai 2014)

Für viele kam die Nachricht überraschend, auch wenn sich der Schritt im Laufe der letzten Jahre abgezeichnet hatte: Die Pavatex SA plant, ihr Werk an der Knonauerstrasse in Cham zu schliessen und 50 Arbeitsplätze abzubauen (Artikel vom 9. Januar). Noch läuft die Konsultationsphase, doch erfahrungsgemäss wird sich das Blatt durch die nun laufenden Gespräche nicht mehr wenden.

Nun stellt sich die Frage, was im Falle einer Werkschliessung mit dem Areal passiert. Die Parzelle befindet sich direkt neben dem Papieri-Areal, das in den kommenden Jahren bekanntlich neu bebaut wird. Und sie wurde im vergangenen Spätsommer von der Cham Group AG, der auch das Papieri-Areal gehört, übernommen. In der Mitteilung zum Erwerb des rund 36000 Quadratmeter grossen Gebiets schrieb die Cham Group AG, man erwerbe damit eine strategische Landreserve. Die bestehenden Verträge mit der Pavatex übernahm die Cham Group AG von der CHH Liegenschaften AG, der vorherigen Landbesitzerin.

Vertrag kann kurzfristig gekündigt werden

«Wir wurden überrascht und bedauern die Situation für die Mitarbeitenden sehr», sagt Edwin van der Geest, Medienbeauftragter der Cham Group AG, auf Anfrage. Er erklärt, dass der Baurechtsvertrag der Pavatex zwar bis ins Jahr 2047 laufe, dieser aber jederzeit kurzfristig von der Soprema-Gruppe (diese hat 2016 die Pavatex übernommen) gekündigt werden könne. «Sollte Soprema tatsächlich kündigen, müssten wir neue Nutzer suchen, um den Miet- beziehungsweise Baurechtszinsausfall zu kompensieren. In diesem Fall würde man wahrscheinlich Zwischennutzungen anstreben», führt er weiter aus. Eine Umnutzung des Areals wäre laut dem Medienbeauftragten längerfristig wohl sinnvoll, sei aber zum heutigen Zeitpunkt kein Thema. «Auf den Zeitplan und die Realisierung des Projekts auf dem Papieri-Areal hat diese neue Situation keinen Einfluss», betont van der Geest.

Auf dem Papieri-Areal entsteht in den nächsten 10 bis 15 Jahren ein neues Quartier mit über 1000 Arbeitsplätzen und Wohnungen für rund 2000 Personen. Im Herbst 2016 gab die Stimmbevölkerung grünes Licht für das Projekt. Die Planungen für die ersten zwei Etappen laufen, führt Edwin van der Geest aus. «Voraussichtlich in diesem Jahr sollen erste Abbrucharbeiten stattfinden. 2020 könnte dann gebaut werden.»

Attraktive Chancen für das lokale Gewerbe

Auch auf dem Papieri-Areal setzen die Eigentümer auf Zwischennutzungen. «Wir gehen davon aus, dass auch im Falle einer Zwischennutzung des Pavatex-Areals das Interesse gross sein wird. Die damit verbundenen Möglichkeiten bieten attraktive Chancen für das lokale Gewerbe.» Weil das Konsultationsverfahren in dieser Sache noch laufe, wolle er aber nicht vorgreifen. Van der Geest meint allerdings auch: «Es hilft den Betroffenen zwar nicht, aber es ist wichtig daran zu erinnern, dass meist ‹Neues› nachkommt, wenn ‹Vertrautes› weichen muss.»

So würden auf dem Papieri-Areal dereinst mehr Arbeitsplätze angeboten, als es die Papierfabrik je getan habe. Der Fahrrad-Hersteller Specialized, der im September 2016 im ehemaligen Werkstattgebäude als erster Dauermieter eingezogen ist, habe einen guten Anfang gemacht.

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