Pendlerabzug bleibt gekürzt

Mit 58 zu 18 Stimmen stimmte der Zuger Kantonsrat gegen die Erheblicherklärung eines Postulats, das die «Inkraftsetzung der Begrenzung des Pendlerabzugs auf 6000 Franken frühestens per 1. Januar 2021» verlangte.

Drucken

(kk) Mit ihrem Postulat «Inkraftsetzung der Begrenzung des Pendlerabzugs auf 6000 Franken frühestens per 1. Januar 2021» wollten Michael Riboni (SVP/Baar), Laura Dittli (CVP/Oberägeri) und Michael Arnold (FDP/Baar) das Rad zurückdrehen. Dies, nachdem der Kantonsrat im Rahmen der Sparprogramme der letzten Jahre den Pendlerabzug von heute unbeschränkt auf 6000 Franken reduziert hat.

Finanzdirektor Heinz Tännler verlangte an der Kantonsratssitzung am Donnerstag die sofortige Behandlung des Anliegens: «Denn wir sind mitten im Budgetprozess und müssen wissen, wie hoch der Pendlerabzug im 2020 ist.» Michael Riboni und Michael Arnold legten sich für die Pendler ins Zeug. Alois Gössi (SP/Baar), Andreas Lustenberger (ALG/Baar) und Barbara Häseli (CVP/Baar) hielten dagegen. Letztere argumentierte ordnungspolitisch und wies darauf hin, dass nach einer Erheblicherklärung dieses Postulats wohl Dutzende weitere Anliegen folgen würden, die in einem der Sparprogramme enthalten waren.

Regierungsrat Tännler dämpfte die übertriebenen Erwartungen bezüglich der Konjunktur und wies auf die möglichen Gefahren einer Abkühlung der Weltwirtschaft hin. Das Anliegen war letztlich chancenlos. Denn der Kantonsrat entschied sich mit 58 zu 18 Stimmen gegen eine Erheblicherklärung des Postulats. (kk)

Aktuelle Nachrichten