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Zug: Pendlerzahlen wachsen weiter

Die Verkaufszahlen der Tarifverbünde werden von öV-Verbünde Schweiz und den SBB veröffentlicht. Hinter Zürich liegt der Kanton Zug bezüglich Abo-Dichte auf dem zweiten Platz.
Gian-Andrea Marti
Rund 65 Prozent der Zugerinnen und Zuger pendelt regelmässig für Arbeit oder Ausbildung. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 10. Juli 2017))

Rund 65 Prozent der Zugerinnen und Zuger pendelt regelmässig für Arbeit oder Ausbildung. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 10. Juli 2017))

Der Kanton Zug ist ein Pendlerkanton. Rund 65 Prozent der Zugerinnen und Zuger pendelt regelmässig für Arbeit oder Ausbildung. Das zeigen die Zahlen des Kantonalen Amts für Raumplanung. Viele Pendler benutzen den öffentlichen Verkehr (ÖV). Mit 31 Prozent ist der Anteil ÖV-Pendler leicht höher als in der übrigen Schweiz (30 Prozent).

Seit kurzem ist zudem einsehbar, wo der Grossteil der ÖV-Pendler im Kanton Zug wohnt. Im Auftrag des Bundesamts für Verkehr haben die SBB zusammen mit öV-Verbünde Schweiz erstmals die Verkaufszahlen der einzelnen Tarifverbünde veröffentlicht. Die Daten, die auf der Open-Data Plattform öV Schweiz verfügbar sind, wurden auf die Postleitzahl der Rechnungsempfänger aufgeteilt und geben so Einblick darüber, in welchen Regionen der Tarifverbund Zug (ZVB) die meisten Jahresabos abgesetzt hat.

Wenig überraschend führen einwohnerstarke Gegenden die Statistik an. So wurden mit 3417 Einheiten die meisten Abos bei der Postleitzahl 6 300 verkauft, welche Teile der Gemeinden Zug, Baar und Steinhausen umfasst. Auf dem zweiten Platz rangiert mit 2 147 verkauften Jahresabos des ZVB die Postleitzahl 6 340, welche ebenfalls Baar sowie Horgen und Neuheim umfassen. Generell bewegen sich die Abozahlen in den Zuger Gemeinden in einem mittleren bis hohen Bereich: Mit 160 verkauften Einheiten, wurden bei der Postleitzahl 6 345 Baar, die wenigsten Abos verkauft.

Mehr Pendler dank Bevölkerungswachstum

Wie sich die Verkaufszahlen für ZVB-Jahresabos in den letzten Jahren entwickelt haben, ist aus der Statistik allerdings nicht ersichtlich, da lediglich die Zahlen für das letzte Jahr verfügbar sind. Die seit 2013 erhobenen Daten zu den verkauften General- und Halbtaxabos zeigen jedoch, dass die absoluten Zahlen verkaufter Abos in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. So stieg die Zahl der verkauften Halbtaxabos für die Postleitzahl 6300 von 11672 im Jahr 2013 auf 13 241 im letzten Jahr. Auch in den anderen Regionen des Kantons Zug sind die Aboverkaufszahlen in ähnlichem Ausmass angestiegen.

Laut Simon Villiger, Leiter der Fachstelle Statistik vom kantonalen Amt für Raumplanung, ist der Anstieg vor allem auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen. So wuchs die Zuger Bevölkerung in den letzten Jahren im Schnitt um 1,5 Prozent. Laut dem Statistikexperten ist bei der Interpretation zu den Pendlerdaten aber ohnehin Vorsicht geboten. «Die Datengrundlage dazu ist nicht ganz schlüssig.» So liessen die Abozahlen keinen Schluss darüber zu, wie viele der Abokäufer tatsächlich zu den regelmässigen Pendlern gehören würden.

«Wir wissen aber, dass sowohl der Anteil ÖV-Pendler als auch der Anteil Autopendler im Kanton Zug im Durchschnitt höher ist als in anderen Kantonen. «Unsere Vermutung ist, dass sich aufgrund der hohen Kaufkraft viele Menschen im Kanton Zug ein ÖV-Abo leisten, obwohl sie nicht regelmässig damit fahren.» Aufgrund der Kleinräumigkeit des Kantons würden zudem viele Pendler lediglich kurze Strecken zurücklegen. Sonya Hausherr von den Zugerland Verkehrsbetrieben führt die hohen Abozahlen auch auf das «gut ausgebaute ÖV-Angebot im Kanton» zurück. Dies sei mit ein Grund, weshalb der Kanton Zug die zweithöchste Abo-Dichte der Schweiz hinter dem Kanton Zürich aufweise.

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