Peter Bieri – ein Mann der Mitte

Der 59-jährige Zuger CVP-Politiker Peter Bieri ist für eine fünfte Amtszeit im Ständerat gewählt worden. Höhepunkt der Karriere des Verkehrs- und Bildungspolitikers war das Jahr 2007, als er Präsident des Ständerats war.

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Glanzvoll als Ständerat widergewähl: Peter Bieri. (Bild: PD)

Glanzvoll als Ständerat widergewähl: Peter Bieri. (Bild: PD)

Bieri ist ein wertkonservativer CVP-Vertreter und versteht sich als «Mann der Mitte». Es sei nicht entscheidend, etwas mehr links oder rechts zu stehen, sagte er einst. Wichtiger, als sich stur festzuklammern, sei es, beweglich zu bleiben.

Bei der Feier nach er Wahl zum Ständeratspräsidenten im Dezember 2006 bezeichnete ihn der damalige Bundesrat Pascal Couchepin als Menschen, der mit seinem Charme viel zur Lösung von Problemen beitragen könne. Er sei eine offene, kritische, jedoch nie destruktive Persönlichkeit.

Aufgewachsen ist der 1952 in Winterthur geborene Peter Bieri im Kanton Luzern. Er studierte an der ETH Zürich Agronmie und doktorierte 1982.

Überraschende Wahl 1994

Seine politische Laufbahn begann der mit einer Lehrerin verheiratete Bieri an seinem Wohnort Hünenberg, wo er acht Jahre dem Gemeinderat angehörte. 1994 wurde er eher überraschend als Nachfolger des langjährigen Ständerats Markus Kündig als Vertreter des Kantons Zug ins eidgenössische Parlament gewählt.

Er war auch Sekretär des Zuger Bauernverbandes und Lehrer am Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrums des Kantons Zug. Heute ist der Vater von vier erwachsenen Kindern Präsident des Informationsdienstes für den öffentlichen Verkehr (Litra).

Im Ständerat gehört er der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK), der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK), der Finanzkommission (FK) und der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF)an.

Schlagzeilen machte er 2004 als Kulturpolitiker im Zuge der «Hirschhorn-Affäre». Auf Bieris Antrag hin kürzte das Parlament damals das Budget für die Kulturstiftung Pro Helvetia um eine Million Franken. Pro Helvetia hatte in Paris eine Ausstellung des Künstlers Thomas Hirschhorn finanziell unterstützt, die nach Ansicht von Bieri die intimsten Werte der Schweiz beschmutzte.

sda