Petroplus entlässt 70 Mitarbeiter

Rund 70 Personen haben am Donnerstag beim insolventen Zuger Raffineriekonzern Petroplus die Kündigung erhalten. Nach den Entlassungen verbleiben noch rund 90 Arbeitsplätze in Zug.

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Der Hauptsitz der Raffineriebetreiberin Petroplus an der Industriestrasse 24 in Zug (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Der Hauptsitz der Raffineriebetreiberin Petroplus an der Industriestrasse 24 in Zug (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Der insolvente Raffineriekonzern Petroplus streicht an seinem Hauptsitz in Zug einen grossen Teil der Arbeitsplätze. Dies bestätigte am Donnerstag der für die Nachlassstundung zuständige Sachwalter Karl Wüthrich. Wie viele Stellen genau betroffen sind, konnte der Rechtsanwalt nicht sagen. Er spricht von zwischen 50 und 80 Arbeitsplätzen, die wegfallen. Wie ein Mitarbeiter gegenüber der Neuen Zuger Zeitung bestätigt, habe das Petroplus-Management am Donnerstagmorgen alle Angestellten am Standort Zug über den Stellenabbau informiert. Demnach haben zirka 70 Personen die Kündigung erhalten. Petroplus beschäftigte Ende letzten Jahres rund 210 Mitarbeiter in Zug. Einige davon haben bereits von sich aus in den letzten Wochen gekündigt. Nach den Entlassungen verbleiben noch geschätzte 90 Arbeitsplätze in Zug. Offizielle Informationen vom Petroplus-Management gab es auf Anfrage keine.

Raffinerien werden verkauft

Das an der Schweizer Börse SIX kotierte Unternehmen Petroplus befindet sich seit Anfang Jahr in der Nachlassstundung. Die Firma hatte nach Jahren in den roten Zahlen getrennte Insolvenzverfahren für ihre fünf Anlagen in verschiedenen europäischen Ländern eingeleitet. Petroplus versucht seither, die Raffinerien zu verkaufen. Die Produktion in Cressier NE steht seit Januar still. Bis Ende März läuft die Nachlassstundung für die Raffinerie mit rund 260 Mitarbeitern. Petroplus betreibt auch Raffinerien in Frankreich, Grossbritannien, Belgien und Deutschland.

eme/sda