PFARREI ST. MICHAEL: «Glücksfall» und nicht bloss Pfarrer

Die Pfarrei St. Michael in Zug hat Vikar Pasalidi ins Herz geschlossen. Doch kirchliche Stellen in Luzern und Solothurn haben andere Pläne mit ihm.

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Vikar Alexander Pasalidi in seinem liebsten Messgewand aus Indonesien. (Bild Christof Borner-Keller/Neue LZ)

Vikar Alexander Pasalidi in seinem liebsten Messgewand aus Indonesien. (Bild Christof Borner-Keller/Neue LZ)

Dem Zuger Arnold Wirth (65) platzt der Kragen: Er schrieb an den katholischen Kirchenrat von Zug und an die Regionalleitung in Luzern mit Kopie an Bischof Kurt Koch.

Thema ist die Pfarrei St. Michael in Zug und da die Besetzung der Pfarrstelle. Eine Pfarrei- und eine Kirchgemeindeversammlung in Zug hatten gezeigt, dass Vikar Alexander Pasalidi als Pfarrer von grossen Teilen der Bevölkerung gewünscht wird.

Offizielle Kirche sträubt sich
Die Bistumsleitung in Solothurn und die Regionalleitung in Luzern haben jedoch mit Vikar Pasalidi andere Pläne. Und das ist ihre Argumentation, die sie in Briefen auf Schreiben von Katholiken jeweils wiederholen:

- Ein Vikar dürfe nicht am bisherigen Wirkungsort Pfarrer werden, das sei nicht kirchliche Usanz; Bischof Kurt Koch wolle dies ebenfalls so.

- Vikar Alexander Pasalidi habe einen auf drei Jahre befristeten Vertrag, der im Sommer 2009 ablaufe.

Wirth kocht: «Das hatte seine Berechtigung vielleicht früher, wo ein Vikar nach 10 oder 12 Jahren am Ort einen Freundes-, aber auch einen Feindeskreis aufgebaut hatte, aber nicht nach zwei oder drei Jahren.» Und: «Wenn beide Seiten einverstanden sind, kann man einen Vertrag doch verlängern.»

Karl Etter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.