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Neuheimer Laubaukurve soll unfallsicherer werden

Trotz der Sanierung der Kurve in Neuheim kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Ein Kantonsrat fordert eine Lösung.
Zoe Gwerder

Die Laubaukurve auf der Strecke zwischen Sihlbrugg und Neuheim war jahrelang aufgrund vieler Unfälle berühmt-berüchtigt. 2017 wurde sie saniert und durch einen grösseren Kurvenradius entschärft. Gleichzeitig wurden aber auch die Leitplanke sowie die schwarz-weissen Pfeile, welche die Kurve markieren, entfernt. Seither weisen einzig zwei «Achtung Kurve»-Schilder auf die Laubaukurve hin.

Nun wünscht sich der Chamer SVP-Kantonsrat, Rainer Suter, die schwarz-weissen Leitpfeile zurück. Er hat einen entsprechenden Vorstoss eingereicht. «Die Laubaukurve ist trügerisch. Wenn man in sie einfährt, wirkt sie schön, doch schnell muss man merken, dass sie immer enger wird.» Erst noch vergangene Woche war ein Töfffahrer in der Kurve auf die Gegenseite geraten und mit einem Linienbus kollidiert. «Mit den Pfeilen wäre die Kurve für Ortsunkundige sicherer und es könnten auch kosten gespart werden.» Suter spricht damit die Kosten an, welche anfallen, wenn bei einem Unfall, wie jenem vergangene Woche, neben der Polizei auch der Rettungsdienst sowie ein Abschleppunternehmen aufgeboten werden müssen und die Strasse gesperrt wird. Rainer Suter betont jedoch auch, dass er mit dem Kanton einer Meinung sei, dass die aktuelle Beschilderung der Kurve eigentlich dem Gesetz entspreche.

Sollbruchstellen der Leitpfeile als Lösung

Trotzdem ist er überzeugt, dass man die Zahl der Unfälle weiter reduzieren könnte. Wie Suter sagt, sei ein Argument des Kantons gegen die Leitpfeile, dass das Risiko bestehe, in sie hineinzuprallen. Diesem Argument entgegnet er jedoch, dass man ja vielleicht Sollbruchstellen an den Stangen anbringen oder die Schilder an einem Joch aufhängen könnte.

Unfallzahlen der Laubaukurve sind bei der Polizei nicht erhältlich. Durch Medienmitteilungen der Polizei ist ein Unfall aus dem Jahr 2017 bekannt, zwei aus dem vergangenen Jahr und den einen von vergangener Woche. Wie viele Fahrer auf die Gegenfahrbahn gerieten – oder gar ins Wiesland – ohne dass die Polizei aufgeboten werden musste, ist nicht bekannt. Gemäss der polizeilichen Statistik der Zuger Polizei gab es über den ganzen Kanton im vergangenen Jahr 787 Unfälle im Strassenverkehr. Rund ein Drittel waren Schleuder- und Selbstunfälle. An zweiter Stelle, mit 163 Fällen, stehen Auffahrunfälle. Unfälle beim Überhohlen oder Fahrstreifenwechsel gab es 42, Frontalkollisionen 25.

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