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Pflästerung der Zuger Zeughausgasse gibt zu reden

Die Interessengemeinschaft Naturstein moniert die Pflästerung der Zeughausgasse. Die Arbeiten seien unsachgemäss ausgeführt worden und die Strasse darum zu laut. Die Stadt sieht das anders.
Charly Keiser
Robert Bürgi (links) und Reini Vorburger bemängeln die Qualität der Pflästerung der Zeughausgasse in Zug. (Bild: Stefan Kaiser, 15. Mai 2018)

Robert Bürgi (links) und Reini Vorburger bemängeln die Qualität der Pflästerung der Zeughausgasse in Zug. (Bild: Stefan Kaiser, 15. Mai 2018)

Mit einem grossen Fest wurde im September 2015 die Sanierung und Wiedereröffnung der Zeughausgasse gefeiert. Grund für die Sanierung waren die unterirdischen Leitungen, die ersetzt werden mussten. Die Arbeiten an der Strasse dauerten sechs Monate, in denen die Gasse neu als Belag eine Pflästerung statt wie zuvor einen Asphaltbelag erhielt.

Ortstermin an der Zeughausgasse: «Die Pflästerung ist unsachgemäss und schludrig», sagt Reini Vorburger von der Interessengemeinschaft Naturstein. Robert Bürgi von der gleichnamigen Natursteinpflästerungs-Firma streicht mit einem roten Stift verschiedene Steine an und sagt: «Schauen Sie: Hier hat es in der gleichen Steinreihe zwei halbe Pflastersteine. Da hat man auf Kosten der Qualität gespart und statt einen Ganzen, zwei halbe Steine eingesetzt. Die Arbeiten sind alles andere als fachmännisch ausgeführt worden.»

Vorwürfe bereits mehrmals platziert

Diese Vorwürfe habe Bürgi schon bei verschiedensten Politikern deponiert, sagt Jascha Hager, Stadtingenieur und Leiter Tiefbau: «Doch da sind wir ganz einfach anderer Meinung.» Denn Fachleute hätten die Arbeiten untersucht und seien zum Schluss gekommen, dass diese ordnungsgemäss ausgeführt worden seien.

Bei den verwendeten Pflastersteinen handle es sich um gestockte Steine, deren Oberfläche flach gehalten sei. «Dies, damit Rollstuhlfahrer die Strasse und das Trottoir gut und problemlos benutzen können.» Die Pflästerung der Zeughausgasse sei zudem aufgrund deren Enge und Gefälle nicht so einfach, ergänzt Hager: «Es mussten darum auch mehr halbe Steine verwendet werden als bei einem einfacheren Objekt.»

Bürgi kontert: «Die Strasse tönt wie ein Schiffer-Klavier, wenn ein Auto darüber fährt. Wir haben dies übrigens auch akustisch messen lassen.» Der Lärm rühre daher, dass die Pflästerung unsachgemäss vorgenommen worden sei. «Oft fehlen auch die Zwischenräume, weshalb die Steine aneinander gedrückt werden und zum Teil sogar abbrechen». Zum Beweis zeichnet Bürgi weitere Steine an und moniert: «Diese Arbeit hätte die Stadt nie akzeptieren sollen. Das wird den Steuerzahler womöglich noch teuer zu stehen kommen.»

Lärmklagen aus der Nachbarschaft

Tatsächlich seien Klagen aus der Nachbarschaft bezüglich Lärm eingegangen, sagt Hager. «Die Zeughausgasse ist stark befahren und der Sand wird schnell ausgewaschen.» Weil auch oft schwere Fahrzeuge und Lastwagen die Gasse befahren würden, gebe es mit der Zeit auch Spurrillen.

Bei der Sanierung des Oberen Postplatzes und der Pflästerung der St. Antonsgasse würden diesen Sommer die Zwischenräume der Pflästerung in der Zeughausgasse gemörtelt, sagt Hager: «Das kostet zwar etwas, aber dann sind wir das Problem los», sagt er und betont, dass der Unterhalt einer gepflästerten Strasse teurer sei als der einer Asphalt-Piste.

Die Pflästerung der Zeughausgasse sei als Teil des Projektauftrags an ein Tiefbauunternehmen vergeben worden, erklärt Hager: «Bei diesem konnten und durften wir keinen Einfluss auf die Auswahl seiner Subunternehmer nehmen. Und klar ist, dass die Pflästerung der Zeughausgasse aus unserer Sicht korrekt ausgeführt worden ist.»

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