PFLEGE: «Ich hoffe, dass diese Zahl nicht real wird»

Bis 2030 braucht es doppelt so viele Pflegebetten wie heute, sagt eine Prognose. Die Zuständigen suchen nach Alternativen.

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Die Pflegefachrfrau und Stv. Abteilungsleiterin Regula Schicker richtet im Pflegezentrum Baar ein Bett her. (Bild Patrik Pauli/Neue ZZ)

Die Pflegefachrfrau und Stv. Abteilungsleiterin Regula Schicker richtet im Pflegezentrum Baar ein Bett her. (Bild Patrik Pauli/Neue ZZ)

Im Kanton Zug war Ende Februar kein einziges Bett für die Langzeitpflege frei. Zu lesen ist dieser Fakt in einer jetzt veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation, die Anna Lustenberger-Seitz (Alternative, Baar) und Bettina Egler (SP, Baar) zum Thema Pflegebettenzahl im Kanton Zug eingereicht hatten.

Die hohe Nachfrage bleibt
Prognosen sprechen von einer Verdoppelung der erforderlichen Pflegebettenzahl im Kanton Zug bis ins Jahr 2030. «Ich hoffe, dass diese Zahl nicht real wird», sagt Stadtrat Andreas Bossard. Die Zuger Exekutive legt ihre Hände aber nicht in den Schoss: «Wir haben mit der Gemeinde Baar Kontakt aufgenommen, um mit ihr zusammen auf dem Areal der heutigen Pflegerinnenschule weitere Betten zur Verfügung zu stellen.»

Auch andere Möglichkeiten werden geprüft. Noch bevor im kommenden Mai in der Stadt Zug über den Baukredit zur Frauensteinmatte – wo auch Alterswohnungen geplant sind – abgestimmt wird, ist eine Vorstudie über eine weitere Altersinstitution in Arbeit.

Die Baarer Sozialvorsteherin Trudy Fux zeigt derweil einen anderen Weg auf, um die Zahl der künftig erforderlichen Pflegebetten zu reduzieren: «Wir müssen schauen, dass die Leute möglichst lange zu Hause bleiben können. Auch andere Wohnformen sollen geprüft werden.»

Spitex als Rettungsanker?
Eine Entspannung, das Wort Notstand nimmt niemand in den Mund, könnte auch die Neuausrichtung der Spitex bringen. Diese tritt ab 1. Januar 2009 unter einem kantonalen Dach auf.

Marco Morosoli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.