PFLEGEHEIME: Heimleiter halten Eders Alarm für übertrieben

Der Gesundheits­direktor spricht von Bettennotstand in Pflegeheimen. Deren Leiter sind damit allerdings nicht einverstanden.

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Kurt Stadler, Leiter Altersheime Baar. (Bild Hanna Jaray/Neue ZZ)

Kurt Stadler, Leiter Altersheime Baar. (Bild Hanna Jaray/Neue ZZ)

Nachdem der Zuger Gesundheitsdirektor Joachim Eder den Notstand bei den Pflegebetten im Kanton ausgerufen hat (Neue ZZ von gestern), wehren sich die Heimleiter aus den Gemeinden. «Wir spüren davon gar nichts», sagt etwa Ruedi Vogt, Leiter des Seniorenzentrums Weiherpark in Steinhausen. Mit seinen 37 Betten komme er gut zurecht und erfülle den kantonalen Auftrag problemlos. 

So klingt es auch in Baar: Kurt Stadler, Gesamtleiter der beiden dortigen Altersheime Bahnmatt und Martinspark, befindet die Situation für «überhaupt nicht alarmierend». Bei insgesamt 160 Betten finden sich auf der Warteliste momentan zwischen drei und fünf dringende Fälle. Eine durchschnittliche Zahl, so der Heimleiter.

«Momentaufnahme»
«Aus der aktuellen Lage im Kanton Zug eine prekäre Gesamtsituation abzuleiten, ist gefährlich», findet Stadler weiter. Auch Vogt wirft dem Zuger Gesundheitsdirektor vor, mit dem Begriff «Notstand» die Lage zu dramatisieren. Beide Heimleiter sprechen vielmehr von einer Momentaufnahme.

Sarah Kohler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung